Tarifabschluss übertragen
Kabinett beschließt Anhebung der Beamten-Bezüge

Die Bezüge der rund drei Millionen Beamten und Versorgungsempfänger in Deutschland werden Anfang nächsten Jahres um zwei Prozent und zum 1. Januar 2002 noch einmal um 2,4 % angehoben.

Reuters BERLIN. Mit diesem Beschluss hat das Bundeskabinett am Mittwoch den Tarifabschluss für die Arbeiter und Angestellten im öffentlichen Dienst grundsätzlich auch auf die Beamten übertragen, mit der Einschränkung, dass bei den Beamten die Erhöhungen einige Monate später wirksam werden. Untere Besoldungsgruppen (A1 bis A9) erhalten nach den Angaben des Innenministeriums daher eine Einmalzahlung von 400 Mark für die Monate September bis Dezember 2000.

Der Deutsche Beamtenbund (DBB) reagierte verhalten auf den Kabinettsbeschluss. Es sei zu begrüßen, dass sich die Anpassung an den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst anlehne und Innenminister Otto Schily (SPD) von seinem ursprünglichen Plan abgerückt sei, den Beamten nur einen Inflationsausgleich zu gewähren, sagte ein DBB-Sprecher auf Anfrage. Der Sprecher kritisierte jedoch, dass die Einmalzahlungen auf untere Besoldungsgruppen beschränkt würden. Für höher gestellte Beamte bedeute dies eine Nullrunde in diesem Jahr.

In Deutschland gibt es rund 1,7 Millionen Beamte und rund 1,3 Millionen Versorgungsempfänger, von denen etwa 800 000 Pensionäre und der Rest überwiegend Witwen und Waisen von Beamten sind. Für die rund 3,1 Millionen Arbeiter und Angestellten im öffentlichen Dienst war im Juni vereinbart worden, die Löhne und Gehälter ab 1. August 2000 um zwei Prozent und ab 1. September 2001 um 2,4 % anzuheben.

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