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Tarifgespräche zwischen Lufthansa und Piloten ausgesetzt

Die Pilotenvereinigung Cockpit hat bereits angekündigt, am morgigen Donnerstag 24 Stunden lang zu streiken.

dpa-afx WIESBADEN. Die Tarifgespräche zwischen der Lufthansa und der Pilotenvereinigung Cockpit sind zunächst gescheitert. Die Gespräche seien ausgesetzt worden, sagte Cockpit-Verhandlungsführer Michael Tarp nach mehr als zwölfstündigen Verhandlungen in einem Wiesbadener Verhandlungshotel. Für Donnerstag kündigte er einen deutschlandweiten 24-stündigen Streik an. "Bis dahin erschien eine Einigung nicht möglich."

Lufthansa-Sprecher Klaus Walther bedauerte das Ergebnis der Verhandlungen. "Wir bedauern sehr, dass unsere Kunden und Passagiere erneut in Mitleidenschaft gezogen werden." Die Lufthansa sei mit einem "striktem Einigungswillen" in die Verhandlungsrunde gegangen und habe auch ein neues Angebot vorgelegt. Im Schnitt sei für das Jahr 2000 10,6 % mehr Lohn und zwei Monatsgehälter zusätzlich für die 4.200 Piloten und Copiloten angeboten worden. Tarp bezeichnete das Angebot als "unzureichend". Beide Seiten bekundeten weitere Dialogbereitschaft. Wann die Gespräche wieder aufgenommen werden könnten, wurde aber nicht bekannt.

Am vergangenen Freitag waren wegen des ersten Streiks mehr als 300 Lufthansa-Flüge ausgefallen. Nach Schätzungen kostete die Arbeitsniederlegung rund 40 Mill. DM. Cockpit hatte angekündigt, in den kommenden vier Wochen jeden Donnerstag 24 Stunden zu streiken, falls die Lufthansa bei ihrer Haltung bleibt. Der Tarifkonflikt dauert bereits drei Monate.

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