Tarifkonflikt bei Bridgestone/Firestone
Reifenkrise bei Ford weitet sich aus

Die Krise um die fehlerhaften Firestone-Reifen auf den populären Geländewagen Ford Explorer weitet sich aus.

hus NEW YORK. Die US-Sicherheitsbehörden haben davor gewarnt, dass möglicherweise weitere 1,4 Mill. Reifen schadhaft sind. Die Zahl der auf die Reifenfehler zurückgeführten Todesfälle hat sich von 62 auf 88 erhöht. Bisher sind in den USA 6,5 Mill. Reifen von einer am 9. August gestarteten Rückhol-Aktion betroffen.

Unterdessen droht dem von der Katastrophe angeschlagenen Bridgestone-Konzern ein Streik in neun US-Fabriken der Tochter Bridgestone/Firestone mit insgesamt 8 000 Mitarbeitern. Eine Verhandlungsfrist am Wochenende ist bereits abgelaufen. Gestern nachmittag drohten die Gewerkschaften, die Arbeit sofort niederzulegen, falls die Gespräche abgebrochen würden.

Die in Tokio beheimatete Bridgestone Corp. ist dafür bekannt, ein besonders gespanntes Verhältnis zu Mitarbeitern und Gewerkschaften in den USA zu haben. Während eines monatelangen Streiks von 1994 bis 1995 hatte Bridgestone in Decatur/Illinois in großem Umfang Ersatzkräfte angeheuert und bis 1996 beschäftigt. Ford behauptet, dass während dieser Zeit die schadhaften Produkte auf den Markt kamen. Bei den hauptsächlich am Ford Explorer montierten Reifen hatte sich in Hunderten von Unfällen die Lauffläche gelöst.

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