Tarifkonflikte
Verdi droht mit bundesweiten Streiks

Im Bankgewerbe haben die Streiks schon begonnen, im Einzelhandel hat Verdi sie jetzt angekündigt: Wenn keine Einigung zustande kommt, sollen die Streiks in beiden Branchen bundesweit ausgedehnt werden.

Wiwo/ap HAMBURG. Die Gewerkschaft Verdi hat mit bundesweiten Streiks im Einzelhandel und Bankengewerbe gedroht. Zur Begründung sagte der Vorsitzende Frank Bsirske der "Bild"-Zeitung: "Viele Firmen haben exzellente Gewinne gemacht - erarbeitet von den Beschäftigten. Deren Anteil fordern wir ein." Würden Lohnerhöhungen wie in anderen Branchen verweigert, "kommt ein flächendeckender Arbeitskampf", sagte er.

Im Tarifkonflikt des Einzelhandels zeigte sich die Situation am Donnerstag festgefahren: Die dritte Tarifrunde für die 380. 000 Beschäftigten im bayerischen Einzelhandel wurde ergebnislos vertagt. Auch bei den Verhandlungen über die Löhne und Gehälter der rund 120. 000 Einzelhandelsbeschäftigten in Rheinland-Pfalz gab es kein Ergebnis, so dass jetzt am 9. Juli neu verhandelt werden soll. Ver.di fordert eine einheitliche Lohnerhöhung von 130 Euro; das entspricht einer Forderung von 6,5 %. Die Arbeitgeber haben bislang 1,7 % angeboten.

Für die rund 460. 000 Beschäftigten des Bankengewerbes fordert ver.di Entgelterhöhungen und sonstige Verbesserungen im Gesamtumfang von 6,5 %. Am Mittwoch hatten zum Auftakt der Streiks im privaten Bankgewerbe rund 6. 000 Beschäftigte von über 400 Bankfilialen in Nordrhein-Westfalen die Arbeit niedergelegt

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