Tarifparteien erzielen Einigung
2,8 Prozent mehr Gehalt im deutschen Versicherungsgewerbe

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 220 000 Versicherungsangestellten haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft in der Nacht zum Dienstag in München doch noch geeinigt. Wie der Bundesverband Versicherungen und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mitteilten, einigte man sich auf eine lineare Gehaltserhöhung um 2,8 % ab 1. Juni bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem gibt es eine Einmalzahlung von 200 DM mit dem Juli-Gehalt.

ap MÜNCHEN. Die Ausbildungsvergütung für Lehrlinge erhöht sich den Angaben zufolge um 40 DM. Die vorgezogene Altersteilzeit wird nach Angaben des Hauptgeschäftsführers des Bundesverbandes Versicherungen, Jörg Ullrich Müller-Stein um zwei Jahre verlängert.

Die Einigung erfolgte in der dritten Rund der Tarifverhandlungen. Sie wurde am Montag aufgenommen. Die Gewerkschaft hatte am Nachmittag noch davon gesprochen, dass die Verhandlungen auf der Kippe stünden. Sie hatte ursprünglich 5,5 % mehr Gehalt bei einer Tariflaufzeit von einem Jahr gefordert. Die Arbeitgeber hatten zunächst eine Erhöhung um 2,0 % bei einer Laufzeit von 13 Monaten angeboten.

Die Gewerkschaft zeigte sich mit dem ausgehandelten Kompromiss zufrieden. Verdi-Sprecher Ingo Schwope zitierte den Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Hinrich Feddersen, mit den Worten, es sei ein Kompromiss, "mit dem wir uns in der tarifpolitischen Landschaft dieses Jahres sehen lassen können".

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