Tarifpolitik
Stichwort: Tarife im Einzelhandel

Für die insgesamt 2,5 Millionen Beschäftigten des Einzelhandels droht die Gewerkschaft Verdi mit umfassenden Warnstreiks.

Die Gewerkschaft Verdi droht nun auch in der Tarifrunde für die insgesamt 2,5 Mill. Beschäftigten des Einzelhandels mit umfassenden Warnstreiks. Ein erstes Angebot, das die Arbeitgeber gestern im Tarifbezirk Bayern vorlegten, wies Verdi als "unverschämt" zurück. Nach Auskunft des Handelsverbandes BAG sieht es Lohnsteigerungen in drei Stufen von zusammen 3,2 % vor - bei einer Laufzeit bis Mai 2005. Verdi fordert Lohnzuwächse in einer Größenordnung von 3,5 % - allerdings bei einer Laufzeit von einem Jahr. Nach den Plänen der Arbeitgeber sollen die Löhne im Oktober um 1,3 % steigen, Stufen von 0,7 und 1,2 % würden im April und im Dezember 2004 folgen.

Wegen der künftig längeren Ladenöffnung sollen zudem die Zuschläge für Samstagsarbeit neu geordnet werden. Nach dem Angebot der Arbeitgeber würden die Beschäftigten für die Zeit von 16 bis 18 Uhr einen Aufschlag von 20 % erhalten, für Arbeit nach 18 Uhr wären es 25 %. Die bisherige Regelung sieht in vielen Bezirken samstags nur für die Zeit von 14 bis 16 Uhr Zuschläge vor. An den übrigen Tagen wollen die Arbeit- geber künftig jeweils ab 19 Uhr Zuschläge von 20 % zahlen. In der Summe wäre das neue Zuschlagsmodell nach ihrer Rechnung im Vergleich zur bisherigen Regelung kostenneutral. dc

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