Tarifrunde 2002
IG Metall-Vize will von Lohnzurückhaltung nichts wissen

Von den Forderungen will sich Gewerkschafter Jürgen Peters "auch nicht durch das Bündnis für Arbeit in irgendeiner Form beeinflussen" lassen.

dpa BADEN-BADEN. Die IG Metall setzt ungeachtet der Mahnungen von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bei der Tarifrunde 2002 auf spürbare Einkommenssteigerungen für die Beschäftigten. Ihr Ziel sei es, die Arbeitnehmer über einen Inflationsausgleich hinaus am allgemeinen Wirtschaftserfolg angemessen zu beteiligen. "Über das 'angemessen' werden wir streiten", sagte der IG Metall-Vize Jürgen Peters am Dienstag im Südwestrundfunk (SWR).

Nachdem die rot-grünen Steuererleichterungen durch den Preisauftrieb verpufft seien, wolle die IG Metall die Massenkaufkraft über die Einkommen stärken, um damit "den Binnen-Motor wieder anzuwerfen". Dadurch solle die Konjunktur stabilisiert werden, damit das Loch, was durch den Export geschlagen wird, ausgeglichen wird. Dabei lasse sich seine Organisation "auch nicht durch das Bündnis für Arbeit in irgendeiner Form beeinflussen".

Peters kritisierte die Europäische Zentralbank, die es versäumt habe, die Konjunktur und damit die Beschäftigung über die Zinspolitik zu stabilisieren. Von der Bundesregierung forderte der IG Metall-Vize zur Konjunktur-Belebung ein Vorziehen öffentlicher Investitionen. Dies könne durchaus auch über - antizyklische - Konjunkturprogramme geschehen, gegen die sich die Regierung bislang wehrt.

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