Tarifstreit geht weiter
Gesamtmetall fordert Zugeständnisse von IG Metall

Im Tarifkonflikt der Metallindustrie haben die Arbeitgeber die Gewerkschaft aufgefodert, ihre Forderungen zu konkretisieren.

rtr BERLIN. "Wir müssen kein neues Angebot machen, weil wir ein Angebot vorgelegt haben. Es kann ja nicht sein, dass die einen fordern, und die anderen legen laufend nach", sagte Hans-Werner Busch, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, am Dienstag im Deutschlandfunk. "Da muss die IG Metall schon deutlich Bewegung zeigen, um uns zu signalisieren, wo denn nun auch das für unsere Branche wirtschaftlich vertretbare aus ihrer Sicht liegt."

Die Arbeitgeber hatten zuletzt 3,3 % Lohnanhebungen plus eine Einmahlzahlung von 190 ? angeboten. Die IG Metall will indes für die 3,6 Mill. Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche eine Anhebung von zumindest vier Prozent erreichen. Zur Durchsetzung der Forderung streiken die Metaller seit Montag.

Allerdings gab der Arbeitgebervertreter zu erkennen, dass er kaum Spielraum für ein höheres Angebot sehe. "Wir müssen deutlich machen, dass die Belastungen, die wir mit unserem Angebot unseren Unternehmen im Prinzip schon zugemutet haben, an sich kaum noch überschreitbar ist. Wir laufen sonst Gefahr, dass unsere Mitglieder uns nicht folgen, und das wäre ein starker Schlag gegen den Flächentarifvertrag." Auf die Frage, ob er eine Auflösung des Flächentarifvertrages androhe, sagte Busch: "Wir drohen nicht damit, sondern wir müssen auf mögliche Konsequenzen aufmerksam machen. Und die könnten so aussehen."

Busch sagte weiter, er hoffe, dass sich beide Seiten vor Pfingsten einigen. "Ich hoffe nicht, dass wier weit über Pfingsten hinaus einen Arbeitskampf haben werden."

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