Tarifverhandlungen vertagt
Versicherungen: Zeichen stehen auf Streik

Die Tarifverhandlungen für die rund 240.000 Beschäftigten in der Versicherungsbranche sind am Dienstag vertagt worden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi schloss Warnstreiks für kommende Woche nicht aus.

Reuters BERLIN. Die Tarifparteien wollen Anfang Juli wieder zu Gesprächen zusammenkommen. Ein Verdi-Sprecher sagte, die Arbeitgeber hätten die zweite Gesprächsrunde zum Scheitern gebracht, weil sie kein Angebot zur Gehaltserhöhung vorgelegt hätten. Es könne bereits in der ersten Juni-Woche zu Warnstreiks kommen.

Der Sprecher des Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) sagte, man sei sich mit der Gewerkschaft nicht einig über die Vorbedingungen der Verhandlungen. Zunächst müsse sich Verdi von seiner Forderung nach Anhebung der Versicherungspflichtgrenzen bei den privaten Krankenversicherungen distanzieren. "Dies würde bei der privaten Krankenversicherung zum Verlust von 15.000 Arbeitsplätzen führen." Solange Verdi nicht einlenke, werde es "keine materiellen Tarifverhandlungen" geben.

"Dieser Stil ist eine massive Provokation", sagte dazu der Verhandlungsführer der Arbeitnehmer, Verdi-Bundesvorstandsmitglied Hinrich Feddersen. Verdi fordert Einkommenserhöhungen in einem Gesamtvolumen von 6,5 Prozent. Darin enthalten sind mehr Gehalt, Weiterbildungsmaßnahmen und eine Tarifregelung für die Beschäftigten zur Riester-Rente.

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