Tausch von indizierten Titeln
Bertelsmann verurteilt Missbrauch von Napster

Der Medienkonzern Bertelsmann hat den Missbrauch der Internet-Musikbörse Napster scharf verurteilt. Der Austausch von rechtsradikalem gewaltverherrlichendem Gedankengut durch Napster - Benutzer verstoße gegen die Nutzungsbedingungen der Musikbörse.

dpa HAMBURG. Die Bertelsmann eCommerce Group (BeCG) - strategischer Partner von Napster - werde im "Rahmen ihrer Möglichkeiten" eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, erklärte am Dienstag Andreas Schmidt, Geschäftsführer von BeCG.

Nach Erkenntnissen des niedersächsischen Verfassungsschutzes hat sich Napster zur zentralen Plattform für den Austausch rechtsextremer Musik entwickelt. Ein Sprecher der Behörde sagte im Norddeutschen Rundfunk (NDR) am Dienstag, bei Napster würden inzwischen alle indizierten und strafbewährten Titel getauscht. Die Tauschbörse habe dafür gesorgt, dass Rechtsextreme ungestört Titel verbreiten könnten, in denen zu Mord aufgerufen werde.

Schmidt betonte, dass im File-Sharing-Network von Napster jeder Nutzer für sich selbst entscheide, welche Titel er anderen Usern zum Transfer anbiete. Die Musik im Napster-Netzwerk sei nicht auf einem zentralen Rechner des Unternehmens gespeichert, sondern auf den Computern der weit über 40 Mill. Nutzer. "Napster ist, wie jeder Internet-Provider oder auch die Post, lediglich die Transport- Plattform."

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