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Tausende demonstrieren für Arbeitsplätze bei HDW

Rund 5 000 Menschen haben am heutigen Sonnabend in Kiel gegen den drohenden massiven Stellenabbau bei der Werft HDW protestiert. Sie wehrten sich dabei auch gegen eine Konzentration auf den Bau von U-Booten.

dpa KIEL. Rund 5 000 Menschen haben am heutigen Sonnabend in Kiel gegen den drohenden massiven Stellenabbau bei der Werft HDW protestiert. Sie wehrten sich dabei auch gegen eine Konzentration auf den Bau von U-Booten.

Hintergrund ist die geplante Fusion mit den Werften von Thyssenkrupp in Hamburg und Emden. Bis zu 1 000 Arbeitsplätze gelten in Kiel als gefährdet. An der Kundgebung nahmen Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD), CDU-Spitzenkandidat Peter Harry Carstensen sowie weitere führende Politiker von SPD, CDU, FDP, Grünen und SSW teil. Erst am Vortag hatte das Parlament in Kiel einmütig gefordert, HDW mit seinen derzeit 3 200 Beschäftigten als Universalwerft zu erhalten.

"HDW kann nicht nur U-Boote bauen. HDW baut auch erfolgreich Containerschiffe, Handelsschiffe und Mega-Yachten", sagte Simonis. Kurz vor der Demonstration hatte HDW zwei neue Containerschiffe getauft. Die Wut der Belegschaft über das monatelange Tauziehen um die Zukunft der Traditionswerft sei für sie nachvollziehbar, sagte die Ministerpräsidentin. "Wir haben heute ein gemeinsames Ziel: Der Schiffbau muss in seiner ganzen Breite hier in Kiel bleiben." Auch der Vorstand sowie die Eigentümer müssten ihre Hausaufgaben machen. Zudem gehöre der Firmensitz nach Kiel, sagte Simonis mit Blick auf die geplante Fusion.

Der Betriebsratsvorsitzende Ernst-August Kiel lehnte die geplante Ausgliederung des Überwasserschiffbaus ab. Dies würde zu einer Spaltung der Belegschaft führen. HDW sei auf Kosten der Belegschaft schlichtweg ausgeplündert worden, sagte der Kieler IG-Metall-Chef Wolfgang Mädel.

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