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Tausende Freiwillige suchen nach vermisstem Felix

Mit einer der größten Suchaktionen der deutschen Nachkriegsgeschichte haben am Samstag mehrere tausend Jäger und Feuerwehrleute versucht, eine Spur des vermissten Felix aus Neu Ebersdorf zu finden.

dpa EBERSDORF. Mit einer der größten Suchaktionen der deutschen Nachkriegsgeschichte haben am Samstag mehrere tausend Jäger und Feuerwehrleute versucht, eine Spur des vermissten Felix aus Neu Ebersdorf zu finden.

Die Freiwilligen wollten am Wochenende den Elbe- Weser-Raum in einem Umkreis von 50 Kilometern um Hipstedt (Kreis Rotenburg/Wümme) durchforsten. "Ich wüsste keine Suchaktion, die so eine Größe erreicht hat", sagte Polizeisprecher Detlev Kaldinski. Er rechnet damit, dass sich am Wochenende insgesamt mehr als 5 000 Freiwillige an der Suche im gesamten Elbe-Weser-Raum beteiligen.

Der kleine Felix war vor einer Woche zuletzt in Hipstedt gesehen worden und dann spurlos verschwunden. Auch von seinem Fahrrad fehlt jede Spur. Die Sonderkommission hält ein Verbrechen für immer wahrscheinlicher.

In Gummistiefeln und mit Stöcken ausgerüstet, durchforsteten viele Jäger und Feuerwehrleute die Wälder. Die Wege waren teilweise wegen des Regens stark aufgeweicht. Ein beteiligter Jäger sagte: "Es ist doch selbstverständlich, dass wir an diesem Wochenende ausrücken. Wir haben doch meistens selbst Kinder und wissen, was das für die Familie bedeutet." Ein anderer meinte bedrückt: "Nach einer Woche bei diesem Wetter kann eigentlich niemand mehr überleben."

Die Polizei setzt bei der Suche nun vor allem auf die guten Ortskenntnisse der Jäger. "Der Vorteil ist, dass Jäger jeden Weg und jeden Strauch kennen", sagte Kaldinski. "Die Jäger haben ein Gespür für Veränderungen in ihrem Revier." Das nasse Wetter erschwert allerdings die Suche. "Regen ist der Feind einer jeden Spur", sagte Kaldinski. Allein im Kreis Cuxhaven waren nach seinen Angaben fast 2000 Feuerwehrleute im Einsatz.

Die Ermittler der Sonderkommission und Beamte der Bereitschaftspolizei haben am Samstag auch Anwohner aufgesucht und befragt. Nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" kamen am Donnerstagabend zwar einige Hinweise, eine neue Spur brachten sie aber auch nicht. Zeugen hatten den Jungen zuletzt am vergangenen Wochenende an einem Radweg in einer einsamen Gegend bei Hipstedt beobachtet.

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