Tausende Passagiere in Sicherheit gebracht - Offenbar niemand verletzt
Amsterdamer Flughafen nach Explosion und Großfeuer geräumt

ap AMSTERDAM. Wegen eines Großfeuers nach einer Explosion ist das Passagierterminal des Amsterdamer Flughafens Schiphol am Sonntag geräumt worden, tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Unmittelbar nach der Detonation rasten Dutzende Krankenwagen mit Blaulicht und Sirene zum Flughafen. In der Schaltzentrale der Polizei hieß es später, es habe keine Verletzten gegeben. Das niederländische Fernsehen berichtete am Abend, der Hauptbrandherd sei gelöscht.

Die Explosion ereignete sich offenbar im Backofen eines Schnellrestaurants der Burger-King-Kette im Hauptgeschäftszentrum des Flughafens und breitete sich auf das Dach des Terminals und andere Geschäfte aus. Ein Fernsehreporter berichtete von Rauch, Flammen und Chaos. Das Geschäftszentrum wird üblicherweise von mehreren zehntausend Passagieren täglich frequentiert. Alle Zufahrtswege zum Flughafen wurden gesperrt, auch der Zugverkehr wurde angehalten. Der Flugbetrieb war behindert.

Amsterdam Schiphol ist der viertgrößte Flughafen Europas. Im vergangenen Jahr wurde er von 40 Mill. Fluggästen benutzt. Erst im Januar hatte eine Explosion auf einer Toilette des Flughafens den Betrieb vorübergehend zum Erliegen gebracht. Nach Polizeiangaben wurden dabei drei Menschen verletzt. Niederländische Medien machten damals zunächst Jugendliche von den Molukken für die Explosion verantwortlich. In der indonesischen Provinz kämpfen christliche Extremisten für die Unabhängigkeit, die Region war bis 1949 niederländische Kolonie. Später gestand jedoch ein Obdachloser, die Explosion ausgelöst zu haben. Er hatte kein politisches Motiv.

In einer Presseerklärung der Burger-King-Kette hieß es vor einigen Wochen, das Restaurant im Amsterdamer Flughafen sei das weltweit meistbesuchte des Unternehmens.

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