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Tausende Sternschnuppen regnen in laue Augustnächte

Potsdam (dpa) - Tausende Sternschnuppen werden in der nächsten Woche den Nachthimmel erhellen. Von Montag bis Freitag entfaltet der Meteorstrom der Perseiden seine größte Aktivität.

Potsdam (dpa) - Tausende Sternschnuppen werden in der nächsten Woche den Nachthimmel erhellen. Von Montag bis Freitag entfaltet der Meteorstrom der Perseiden seine größte Aktivität.

«In den Nächten vom Dienstag zu Mittwoch und vom Mittwoch zu Donnerstag erwarten wir mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde», sagte der Präsident der Internationalen Meteor-Organisation (IMO), Jürgen Rendtel, in einem dpa-Gespräch.

«Am besten guckt man außerhalb von lichtverseuchten Städten auf einen dunklen Punkt», rät der Experte Beobachtern. «Nach Mitternacht ist die Sicht ideal.» Dann fliege die Erde direkt auf das Sternbild Perseus zu, aus dessen Richtung die Sternschnuppen kommen und nach dem sie benannt sind. «Das ist, als würde man in einem Schneegestöber gegen den Wind laufen», sagte Rendtel.

Die Perseiden können Nachtschwärmer jedes Jahr im August beobachten. Dann kreuzt die Erde die Staubspur des Kometen «Swift - Tuttle». «Dieser schmutzige Schneeball mit einem Durchmesser von rund 20 Kilometern setzt permanent Teilchen frei», erläuterte Rendtel. «Wie verbogene Schläuche kreisen diese dann für 100 bis 200 Jahre um die Sonne.» In diesem Jahr rechnen Forscher mit einer stark erhöhten Aktivität der Perseiden und erwarten ein mögliches zusätzliches Maximum am späten Mittwochabend. «Dann nähern wir uns einem Teilchenschlauch, den "Swift-Tuttle" 1862 entlassen hat», sagte Rendtel.

Sternschnuppen entstehen, wenn Staubteilchen aus dem Weltraum in die Atmosphäre der Erde rasen. Die Staubklümpchen übertragen dabei viel Energie auf die Moleküle der Luft und diese beginnt zu leuchten. «Die größten Meteore sind bis zu tennisballgroß und können Sternschnuppen von der Helligkeit der Venus produzieren», sagte Rendtel. Heute wissen Forscher sehr viel über Meteore. «Doch Sternschnuppen sind für Astronomen erst seit 200 Jahren hoffähig», berichtete Rendtel. «Bis dahin glaubten die Menschen, Sternschnuppen seien eine Art Ausdünstungen der Erde.»

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