Tausende Turbinen könnten Anstieg des Meeresspiegels entgegenwirken
Regenmaschine soll Wüsten bewässern

Mit Tausenden Turbinen will der britische Forscher Stephen Salter Meerwasser versprühen und es so über den Wüsten der Erde regnen lassen. Gleichzeitig könne damit dem Anstieg des Meeresspiegels durch globale Erwärmung entgegengewirkt werden.

wsa HAMBURG. Die Regenturbine soll durch Ebbe und Flut an den Küsten der trockenen Regionen angetrieben werden. Das Meerwasser könne dann fein zerstäubt und bis zu 20 Meter in die Luft gesprüht werden. Dadurch werde die Luft lokal so stark mit Feuchtigkeit gesättigt, dass sich Regenwolken bilden könnten. "Werden die Sprühturbinen in großem Maßstab aufgebaut, könnte der Wassermangel von Milliarden Menschen reduziert werden", sagt Salter.

Er sei sich bewusst, dass für die Regenmaschine noch technische Entwicklungen nötig sind, doch glaube er an das Prinzip. Nach ersten Schätzungen würden 100 000 Turbinen, die 100 Jahre ununterbrochen Meerwasser versprühen, den Anstieg des Meeresspiegels von bis zu einem Meter kompensieren.

Meteorologen äußern sich skeptisch über die Idee. Es sei schwer vorauszusagen, wo die Wolken ihr kostbares Nass wieder abregneten. "Es ist die Lösung eines Ingenieurs für ein Problem, woran Atmosphärenforscher nicht im Traum gedacht hätten", sagt Ian Brooks, Meteorologe an der Leeds University.

Quelle: Handelsblatt

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