Tausende von Daten wurden geknackt
Hacker wollten mit Datendiebstahl Weltwirtschaftsforum sabotieren

Der Datendiebstahl von Computerhackern Ende Januar beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos diente ausschließlich der Sabotage, es sollte niemand erpresst werden.

dpa ZÜRICH. Das teilten die unbekannten Hacker in einem schriftlichen Interview mit der Schweizer "Sonntags-Zeitung" mit. Demnach handelt es sich bei den Computerexperten um ein "Kollektiv" namens "Virtual Monkeywrench".

Wie wenige Tage nach Ende des Weltwirtschaftsforums in Davos bekannt wurde, hatten die Hacker vertrauliche Daten von Tausenden Teilnehmern geknackt. Darunter sind Kreditkartennummern, Passwörter, private Telefon- und Handy-Nummern sowie Randbemerkungen und zum Teil auch detaillierte Angaben über die Höhe von Zahlungen an das WEF.

Zu den Betroffenen zählen Politiker wie Wirtschaftsgrößen. Die Organisatoren des Weltwirtschaftsforums erstatteten Anzeige gegen unbekannt, sagte WEF-Sprecher Charles McLean dem Bericht zufolge.

An der Aktion seien insgesamt vier Personen beteiligt gewesen, teilten die Unbekannten mit. Die Informationen, die ausgedruckt mehr als 400 000 A4-Seiten umfassen, seien mit Standard-Software vom Rechner des WEF heruntergeladen worden. 102 000 Personen seien darauf erfasst.

Die "Sonntags-Zeitung" veröffentlichte im Internet fünf Listen. Darauf sind alle Personen mit Namen und Funktionen aufgeführt, denen E-Mail-Adressen, Telefonnummern, WEF-Passwörter und Kreditkartennummern gestohlen wurden.

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