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TDS baut Stellen ab und senkt Prognosen für 2001

Der IT-Dienstleister TDS Informationstechnologie AG will rund 100 Stellen abbauen und rechnet nun für das Jahr 2001 mit einem erneuten Verlust statt des noch im April angekündigten Gewinns.

Reuters NECKARSULM. Der Vorstand erwarte für 2001 ein negatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 2,4 Mill. ?, teilte das Unternehmen am Dienstag anlässlich der Hauptversammlung in Neckarsulm mit. Bisher war TDS von einem Ebit-Gewinn von 3,1 Mill. ? ausgegangen. In der zweiten Jahreshälfte solle aber operativ schon wieder ein Gewinn erzielt werden, sagte Vorstandschef Peter Eisenbacher der Nachrichtenagentur Reuters. Beim Umsatz wolle das am Neuen Markt gelistete Unternehmen nun 130 Mill. ? erreichen, drei Mill. ? weniger als bislang prognostiziert.

TDS hatte erst Anfang April angekündigt, im Jahr 2001 wieder die Gewinnzone erreichen zu wollen. Damals hatte TDS seine Sparten Hardware-Handel und Desktop-Services an die Gaildorfer Bechtle AG veräußert. Im ersten Quartal hatte TDS jedoch einen Ebit-Verlust von 1,3 Mill. ? verbucht.

Nach dem Verkauf der Sparten müssten die zentralen Strukturen der TDS nun der jetzigen Unternehmensgröße angepasst und somit verkleinert werden, sagte Eisenbacher. Daher werde TDS rund 100 Stellen abbauen. Zudem wolle die Firma das derzeit defizitäre Geschäftsfeld Beratung restrukturieren. Die Gesamtbelastung durch den Konzernumbau von rund fünf Mill. ? solle vollständig im zweiten Quartal verbucht werden, kündigte Eisenbacher an. In der zweiten Jahreshälfte rechne er daher wieder mit schwarzen Zahlen im operativen Geschäft. Im Jahr 2002 solle dann ein Ebit-Gewinn von über neun Mill. ? erzielt werden, der Umsatz solle um rund 20 % zulegen.

Insgesamt beschäftigt der Konzern nach früheren Angaben etwa 1100 Mitarbeiter. Mit der Restrukturierung wolle sich TDS künftig auf die Kernfelder Vermietung von Software (ASP) und Beratung konzentrieren. Zur Finanzierung des Wachstums im ASP-Bereich und der Umbaumaßnahmen kündigte TDS zudem eine durch die Altaktionäre gesicherte Barkapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital an. Die Aktien des Neckarsulmer Unternehmens legten am Dienstag im Parketthandel der Frankfurter Börse um 4,55 % auf 3,45 ? zu. Analyst Helmut Bartsch von der BW-Bank sagte, die Papiere profitierten von der positiven Stimmung im SAP-Umfeld.

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