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Team 2006 blamiert sich: 1:2 gegen Polen

Das Team 2006 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich vor den Augen von Nationalmannschafts-Assistenztrainer Joachim Löw bis auf die Knochen blamiert und die erste Niederlage seit über zwei Jahren kassiert.

dpa AHLEN. Das Team 2006 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich vor den Augen von Nationalmannschafts-Assistenztrainer Joachim Löw bis auf die Knochen blamiert und die erste Niederlage seit über zwei Jahren kassiert.

Die Perspektiv-Elf zog im ersten Spiel des Future-Cups im Ahlener Werserstadion gegen die polnische A-2-Nationalmannschaft mit 1:2 (0:0) den Kürzeren. Vor 4 100 Zuschauern sorgten der fünf Minuten zuvor eingewechselte Vahan Gevorgian (50.) und Marek Saganowski (52.) binnen 120 Sekunden für den Doppelschlag. Benjamin Auer gelang mit dem 1:2 noch eine Resultatsverbesserung (90.+2).

Für Coach Erich Rutemöller, der das nicht unumstrittene Perspektiv-Team von Ulli Stielike übernommen hatte, war es die erste Pleite. Die letzte Niederlage datierte vom 6. September 2002 mit einem 1:2 daheim gegen die Türkei.

Die zusätzliche Kabinenansprache von Löw - "ich habe ihnen deutlich gemacht, dass sie im erweiterten Kader der Nationalmannschaft und damit im Fokus sind" - zeigte so gut wie keine Wirkung. Das zum Teil neu formierte Team mit drei Debütanten in der Startelf brauchte mehr als eine halbe Stunde, um zumindest für kurze Zeit auf Touren zu kommen. Gegen die technisch versierten Polen wirkte die DFB-Elf zu behäbig.

Zwar hatte Florian Kringe (Borussia Dortmund) nach vier Minuten per Kopf die erste Chance. Doch danach lief nur wenig zusammen. Erst nach 33 Minuten kamen die Rutemöller-Schützlinge wieder gefährlich vor das polnische Tor. Allerdings rettete nach einer Hereingabe von Angreifer Benjamin Auer (FSV Mainz 05) Michael Stasik in höchster Not. Vier Minuten darauf zog der agile Kölner Albert Streit - einziger Zweitliga-Akteur in der Startelf - aus 20 Metern ab: Torwart Robert Gujec rutschte der Ball unter den Armen durch gegen den Pfosten, Auer konnte den Abpraller nicht nutzen. Auf der Gegenseite musste Simon Jentzsch vom Liga-Primus VfL Wolfsburg Sekunden später sein Können gegen Marek Saganowski aufbieten, dessen Nachschuss noch die Latte streifte.

Kalt erwischt wurden die Rutemöller-Schützlinge nach der Pause. Die erneut umgestellte Abwehr ließ den Torschützen Gevorgian und Saganowski fast freien Lauf. Die Mannschaft drängte zwar noch auf den Anschlusstreffer, doch Auer vergab die beste Chance. Die nächste Partie bestreitet das Team 2006 am 7. Dezember in Aalen gegen Schottlands A-2-Mannschaft.

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