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Team 2006 zwischen Hoffnung und Ernüchterung

Joachim Löw höchstpersönlich nährte die Hoffnungen der Perspektiv-Spieler des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf einen der heiß begehrten Plätze im WM-Kader.

dpa MANNHEIM. Joachim Löw höchstpersönlich nährte die Hoffnungen der Perspektiv-Spieler des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf einen der heiß begehrten Plätze im WM-Kader.

Doch Angreifer Benjamin Auer sah trotz seines ersten Doppelpacks im Team 2006 beim hoch verdienten 3:0 (2:0) über das "Future Team" Schottlands kaum eine Zukunft für sich in der A-Nationalmannschaft. "Es wäre utopisch an die WM 2006 zu denken. Es gibt so viele gute Stürmer zur Zeit in Deutschland", stellte 23-Jährige vom FSV Mainz 05 fest. Nationalmannschafts-Co-Trainer Löw sagte jedoch: "Alle können noch auf den WM-Zug aufspringen." Man müsse den jungen Spielern die Chance geben, sich zu bewähren. "Dann nutzen sie sie auch."

Mit der neuen Führungscrew des A-Teams hat auch die Perspektiv-Auswahl, die eine Brücke zwischen der U 21 und der Elite-Elf schlägt, wieder an Bedeutung gewonnen. Wie schon beim 1:2 vor zwei Monaten gegen Polen zum Auftakt der internationalen Spielrunde, nahm Löw auch am Dienstagabend im Mannheimer Carl-Benz-Stadion die Talente persönlich unter die Lupe und sah kurz nach der Pause den Treffer von Herthas Thorben Marx zum höchsten Sieg des Teams 2006 seit seiner Gründung vor rund zwei Jahren. "Das war eine sehr gute Partie der deutschen Mannschaft, die konzentriert und engagiert gespielt hat", lobte er das Team von Erich Rutemöller.

Der DFB-Chefausbilder bot sieben Debütanten in seiner Startformation auf. Drei weitere wechselte Rutemöller nach dem Seitenwechsel ein. "Der Kreis kann niemals geschlossen sein. Das ist der Sinn dieser Mannschaft", betonte Rutemöller: "Und alle haben gezeigt, dass sie zu Recht eine Einladung bekommen haben. Die jungen Spieler haben sich auf internationaler Ebene bewährt."

Allen voran Auer, der als Paradebeispiel für den Werdegang eines deutschen Nachwuchstalentes über die einzelnen DFB-Juniorenauswahlen gelten kann. "Benni hat seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt. Wie immer, wenn er den Adler auf der Brust trägt", lobte Löw den zweifachen Torschützen (6./14.) nach dessen zweitem Spiel im Team 2006. "Die Schotten haben es uns aber auch leicht gemacht", räumte Auer ein. "Sie waren dem Tempo der Deutschen einfach nicht gewachsen", konstatierte auch der ehemalige schottische und deutsche Bundestrainer Berti Vogts.

Mit Torwart Simon Jentzsch vom VfL Wolfsburg stand bereits ein Spieler in Mannheim auf dem Platz, der von Bundestrainer Jürgen Klinsmann für die Asien-Reise vom 13. bis 22. Dezember nominiert wurde. Weitere könnten folgen, "falls etwas passiert", hatte Löw vor dem Match bereits versichert. Spielführer Marco Engelhardt vom 1. FC Kaiserslautern "ganz dicht dran an der A-Mannschaft", sagte Rutemöller.

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