Team-Check: Gruppe A
Neuer Titel-Anlauf mit altem Problem

Portugal, Griechenland, Russland und Spanien - beim Blick auf die Gruppe A muss man nicht lange überlegen, wer die Favoriten sind. Doch die Gastgeber und die Star-Truppe aus dem Nachbarland haben schon oft genug bewiesen, wie schwer sie sich mit dieser Rolle tun. Und auch dieses Mal dürften Portugal und Spanien sich auf dem Weg zum ersehnten Titelgewinn am ehesten selbst im Wege stehen.

DÜSSELDORF. Keine Frage: Die Portugiesen gelten mit ihrem fußballverrückten Publikum im Rücken als Mitfavorit auf den EM-Titel. Die Begeisterung im eigenen Land könnte allerdings auch gleichzeitig zur Stolperfalle werden. Denn auf den Portugiesen lastet ein immenser Druck, der sich auch auf ihre große Spielfreude auswirken könnte. Er resultiert nicht nur aus dem für Gastgeberländer typischen Erwartungsdruck. Er ergibt sich auch daraus, dass für die Stars der Mannschaft die "biologische Uhr" tickt: Mit Luis Figo, Rui Costa und Fernando Couto stehen die letzten drei der "goldenen Generation" des portugiesischen Fußballs auf dem Platz. 1989 und 1991 wurden sie U-20-Weltmeister, Experten prophezeiten ihnen damals eine große Zukunft - die sie aber zumindest im Nationaldress bis heute nicht einzulösen vermochten. Bei der EM im eigenen Land haben sie die nun wohl letzte Chance, sich in den Büchern der portugiesischen Fußballgeschichte zu verewigen.

Dabei waren die diesjährigen Gastgeber schon vor vier Jahren ganz nah dran am Titel: Bei der EM 2000 in Frankreich scheiterten die Portugiesen unglücklich im Halbfinale gegen die Gastgeber, als deren Superstar Zinedine Zidane einen umstrittenen Handelfmeter zum "Golden Goal" verwandelte. Die Portugiesen fühlten sich damals vom Schiedsrichter um das Finale und den Titel betrogen - und sind bis heute überzeugt, dass sie damals das bessere Team stellten.

Beim Titelkampf im eigenen Land wollen es die Portugiesen unbedingt besser machen - und überlassen deshalb nichts dem Zufall. Mit dem Brasilianer Luiz Felipe Scolari wurde ein Nationaltrainer verpflichtet, der gerade erst sein Können bewiesen hat: Bei der WM 2002 führte er Brasilien zum fünften WM-Titel.

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