Team-Check: Gruppe C
Eins aus drei: Hinter den Azzuri wird es eng

Italien ist in der Vorrunden-Gruppe C bei der Euro 2004 das Maß der Dinge und ein ganz heißer Titelkandidat. Schweden, Dänemark und Bulgarien sind dagegen auf einer Leistungsstufe einzuordnen. Das Rennen um Platz zwei in der Gruppe dürfte äußerst spannend werden.

DÜSSELDORF. Die Italiener reisen mit einem wahren Star-Ensemble nach Portugal an. Spielernamen wie Del Piero, Totti, Nesta und Vieri lassen die Herzen vieler Fußballfans schneller schlagen. Der 27-jährige Kapitän des AS Rom, Francesco Totti, erzielte in der abgelaufenen Saison 20 Tore für die Römer und kann, genauso wie Alessandro Del Pierro auch, mit genialen Einzelaktionen jederzeit ein Spiel alleine entscheiden. Von Tottis Leistung wird auch ganz entscheidend das Abschneiden der Nationalmannschaft abhängen, da er das Spiel organisieren muss. Dass Nationaltrainer Giovanni Trapattoni die beiden offensiven Mittelfeldspieler Del Piero und Totti zusammen auflaufen und so offensiver spielen lässt, ist eher unwahrscheinlich, aber nicht undenkbar. Sollte sich der Sicherheitsfanatiker doch dazu durchringen, könnten die Azzuri ein wahres Rasenfeuerwerk abbrennen.

In der Abwehr kann der ehemalige Bayern-Trainer vor dem "Welttorhüter 2003", Gianluigi Buffon von Juventus Turin, die Weltklasse-Verteidiger Alessandro Nesta vom AC Mailand und Fabio Cannavaro von Inter Mailand für die typisch italienische "Catennacio"-Abwehr aufbieten. Abwehr-Ass Paolo Maldini, der nach der WM 2002 seinen Rücktritt aus der "Squadra Azzura" erklärt hatte, ließ sich vom "Maestro", wie die Italiener ihren Nationaltrainer liebevoll nennen, dagegen nicht mehr umstimmen, das blaue Azzuri-Trikot überzustreifen.

Zu den Prunkstücken des Teams gehört sicherlich auch die Offensivabteilung. Erahnen lässt sich das nicht nur beim Blick auf den Kader, sondern auch daran, wen Trapattoni nicht mit nach Portugal genommen hat. Der nach einer schweren Verletzung langsam wieder genesene Star-Stürmer des AC Mailand, Filippo Inzaghi, wurde von "Trap" ebenso wenig berücksichtigt wie das bereits 37-jährige Enfant terrible des italienischen Fußballs, Roberto Baggio, den viele Italiener gerne als Edel-Reservisten im Kader gesehen hätten. Mit 12 Saisontoren für seinen Club Brescia Calcio zählte Baggio in der abgelaufenen Saison zu den zehn besten Torschützen der Serie A. Für Unverständnis sorgte aber vor allem die Nichtberücksichtigung des mit 23 Toren erfolgreichsten italienischen Torschützen, des erst 21-jährigen Alberto Gilardino vom AC Parma.

Große Hoffnungen setzt Italiens Coach dagegen auf Antonio Cassano. Er ist zwar mit 21 Jahren der Jüngste im Team, doch vor dem Tor verhielt er sich in der abgelaufenen Saison wie ein alter Hase: 14 Mal traf er für den AS Rom und rechtfertigte damit sein stolzes Jung-Profi-Gehalt von geschätzten 3 Millionen Euro.

Seite 1:

Eins aus drei: Hinter den Azzuri wird es eng

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%