Teamchef bietet Rücktritt an
Dopingskandal im griechischen Team eskaliert

Das griechische Olympiateam steht vor einem Scherbenhaufen. Ein weiterer Sprinter hat sich der Dopingkontrolle entzogen, der Rücktritt des Teamchefs wurde zunächst abgelehnt.

HB ATHEN. Das griechische Olympia-Team hat am Samstag einen neuen Doping-Schock erlitten. Nach Angaben der Athener Zeitung «Kathimerini» soll Sprinter Christoforos Hoidis nicht zu einem Doping-Test erschienen sein. Hoidis habe das Olympische Dorf bereits verlassen. Als Begründung sagte der Sprinter, er sei verletzt.

Aufgrund des weiteren Skandals nach der Affäre um die beiden griechischen Idole Konstantinos Kenteris und Ekatarini Thanou soll der Teamchef der griechischen Olympia-Mannschaft, Ioannis Papadogiannakis, in der Nacht zum Samstag seinen Rücktritt erklärt haben.

Wie der Nachrichtensender SKAI berichtete, sei der Rücktritt vom griechischen Nationalen Olympischen Komitee aber nicht angenommen worden. Um weitere Unruhe zu vermeiden wurde Papadogiannakis gebeten, bis zum Ende der Olympischen Spiele zu bleiben. Neben den drei Leichtathleten wurden auch drei griechische Baseball-Spieler und der Gewichtheber Leonidas Sampanis positiv getestet.

Zugleich haben griechischen Behörden in der Nacht zum Samstag bei einer Kontrolle in Anwesenheit eines Staatsanwaltes rund 1400 Packungen mit Anabolika und anderen verbotenen Doping-Substanzen in den Büros und den Lagerräumen des griechischen Trainers Christos Tzekos in der Athener Vorstadt Ilioupolis entdeckt. Tsekos war Trainer von Kenteris und Thanou und hatte sich vehement gegen die Anschuldigungen gewehrt.

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