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Teamchef Williams selbstkritisch

Hamburg (dpa) - Teamchef Frank Williams hat die Entwicklungsarbeit bei seinem Rennstall Williams-BMW in der laufenden Formel-1-Saison kritisiert. In diesem Jahr ist Williams-BMW noch ohne Sieg in den bisherigen 12 Rennen.

Hamburg (dpa) - Teamchef Frank Williams hat die Entwicklungsarbeit bei seinem Rennstall Williams-BMW in der laufenden Formel-1-Saison kritisiert. In diesem Jahr ist Williams-BMW noch ohne Sieg in den bisherigen 12 Rennen.

«Unser Auto ist schneller als vergangene Saison, aber Ferrari, BAR-Honda, Renault und jetzt auch Mclaren-Mercedes haben sich mehr verbessert. Wir waren im Winter nicht gut genug. Nun müssen wir den Preis dafür bezahlen», sagte der Brite in einem Interview mit dem Magazin «Sport-Bild».

Als Grund für die Defizite sieht Williams vor allem eine andere Philosophie bei der Entwicklung als bei der Konkurrenz. «Wir wollen immer auf der sicheren Seite sein, was die Sicherheit des Autos betrifft. Manche anderen Autos fallen erst drei oder vier Mal durch einen Crashtest, bevor sie am Rennen teilnehmen», sagte er. «Der Ferrari ist heute das schnellste Auto, weil es am Limit gebaut ist. Williams baut immer Autos, die vom Sicherheitsstandard auf der sicheren Seite sind, also eher knapp unter dem Limit.»

Williams fühlt sich durch den Unfall von Ralf Schumacher beim Grand Prix in Indianapolis bestätigt. «Vor zwanzig Jahren wäre er tot gewesen. Aber Ralf hat nicht nur überlebt. Das Chassis war so stark, dass wir es in Silverstone schon wieder einsetzen konnten», meinte der 61-Jährige.

Der Teamchef lobte seinen deutschen Piloten, der am Saisonende zu Toyota wechselt. «Er hat einen sehr guten Job für uns gemacht», sagte Williams. Mit dem finanziellen Angebot von Toyota habe er aber nicht mithalten können. Ralf Schumacher traut er die Führungsrolle bei den Japanern zu: «Er ist sehr intelligent, sehr ruhig im Auto. Er weiß, was er will und kann auf sehr nette Art diskutieren und seine Meinung sagen. Auch wenn sie anders ist.»

Williams-BMW muss für die kommende Saison zwei neue Fahrer verpflichten. Der Wechsel von Juan Pablo Montoya zu Mclaren-Mercedes steht ebenfalls schon fest. Zu den Nachfolger-Kandidaten zählt auch der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der noch bei Jordan-Ford unter Vertrag steht. «Er ist einer von mehreren Fahrern, die wir beobachten», bestätigte Williams. Wann die neue Paarung feststeht wollte er nicht sagen: «Ich setze mich da nicht unter Druck.»

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