Teammanager Eriksson warnt
Fauchende „Löwen" lassen Schweizer kalt

Die Last-Minute-Niederlage gegen Frankreich lastet noch schwer auf der englischen Seele. Doch gerade deshalb fordert Kapitän David Beckham eine Trotzreaktion gegen die Eidgenossen. Von zitternden Knien ist aber bei denen widerum keine Spur. Im Gegenteil.

HB LISSABON. Nach dem Schock von Lissabon im Auftaktspiel hat David Beckham seiner Mannschaft den Befehl zur bedingungslosen Attacke gegeben. "Wir werden knallhart zur Sache gehen und uns den Frust wegschießen. Die Schweiz muss für Sonntag bezahlen", faucht der "König der Löwen" vor dem zweiten EM-Gruppenspiel am Donnerstag (18 Uhr/ARD) in Coimbra und kündigt eine wütende englische Mannschaft an. Doch die Eidgenossen lassen sich nicht einschüchtern. "Die Engländer sind sich sehr sicher, dass sie uns schlagen. Ihre Überheblichkeit ist unsere Chance", meinte Stephane Henchoz.

Der Schweizer Abwehrspieler, derzeit sowohl beim FC Liverpool wie in der Nationalmannschaft nur Reservist, kennt aber auch die andere Seite. "Die Engländer sind angeschlagen und deshalb brandgefährlich", mahnte der ehemalige Bundesliga-Profi des Hamburger SV, "wir müssen sie aggressiv stören und versuchen, dass wir die ersten 20 Minuten überstehen. Wenn wir sie zur Entfaltung kommen lassen, dann hauen sie uns die Hütte voll."

Was die Schweizer, die im Auftaktspiel der EM 1996 den damaligen Gastgeber England mit einem 1:1 ärgerten, sagen und tun, interessiert die Engländer wenig. Bei der Spielvorbereitung begnügte man sich mit einigen Videos, denn Beckham kennt auch ohne intensive Gegnerbeobachtung die Bedeutung der Partie: "Wenn wir nicht gewinnen, dann sind wir raus. Jeder von uns weiß das." Teammanager Sven-Göran Eriksson ließ keine Gelegenheit aus, vor den Eidgenossen zu warnen. "Zu denken, dass es in unserer Gruppe nur um Frankreich und England geht, wäre ein großer Fehler und sehr gefährlich", sagte der Schwede.

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