Teammanager kritisiert
Stress bei T-Mobile

Walter Godefroot gehört als Team-Manager von T-Mobile nicht zu den Leisetretern. Schon vor Tourende hat er kräftig auf den Busch geklopft und seinen Standpunkt klar gemacht. Offen kritisiert er Jan Ullrich und dessen Betreuer Rudy Pevenage. Es ist der Wirbel im Wasserglas von T-Mobile, der den Mannschaftserfolg in der Gesamtwertung und den zweiten Platz von Teamfahrer Andreas Klöden trübt.

HB PARIS "Mir persönlich gegenüber hat sich Godefroot noch nicht geäußert. Wir werden darüber sprechen", hatte Ullrich am Samstagabend nach seinem zweiten Platz im Einzelzeitfahren in Besancon erklärt. "Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammen setzen", sagte Godefroot am Sonntag vor dem Start der letzten Etappe. Der Haussegen hängt schief, Ullrich-Betreuer Rudy Pevenage wusste am Sonntag nicht, "wie es jetzt weitergeht".

"Talent allein reicht nicht", hatte Godefroot Ullrich im "Figaro" kritisiert. Zu Pevenage hätte Godefroot weder "professionell noch persönlich" Vertrauen. Der "L'Equipe" sagte der 61-jährige Belgier, der Ullrich im Vorjahr in sein Team zurückgeholt hatte: "Der Professionalismus Erik Zabels und das Talent Ullrichs ergäbe zusammen einen Eddy Merckx". Ullrich fehle der nötige "Killerinstinkt", die richtige Einstellung und die mentale Stärke, eine Tour zu gewinnen. Im Winter hätte sein Team-Kapitän einen mit großem Aufwand beim Team- Sponsor Audi arrangierten Test im Windkanal abgesagt, so Godefroot.

"Natürlich habe ich das so gesagt, aber oft in anderen Zusammenhängen. Die gedruckte Version der Interviews gab nicht exakt die Gespräche mit den Journalisten wider", sagte Godefroot am Sonntag. Er bestätigte indes: "Gemessen an unseren Ansprüchen, die Tour gewinnen zu wollen, können wir mit Ullrich nicht zufrieden sein, egal wo die Gründe dafür liegen."

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