Tech-Aktien unter Druck
US-Börsen schließen wenig verändert

Die trübe Geschäftsprognose des Computerherstellers Hewlett-Packard (HP) und einige pessimistische Analysteneinschätzungen für Technologiewerte haben die US-Aktienbörsen am Mittwoch zunächst ins Minus gedrückt. Doch am Ende der Sitzung schlossen die wichtigsten Indizes nur wenig verändert.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss am Mittwoch mit einem leichten Minus von-0,06 % bei 8738 Punkte (-5 Punkte), der Nasdaq-Index sank um 1,3 Prozent auf rund 1430 Zähler. Der S&P-500-Index gab 0,1 Prozent auf rund 919 Punkte nach.

"Die Stimmung scheint heute nicht so gut zu sein. Die Anleger nehmen Gewinne mit", sagte Anthony Iuliano, Chefaktienhändler bei Glenmede Trust Co vor dem Hintergund des schwachen Mittagshandels. Doch zum handelsende gewannen die Optimisten wieder die mehr Oberhand.



Gestern waren vor allem traditionelle Unternehmen mit gesunder Ertragskraft gefragt - zum Beispiel Procter & Gamble, Philip Morris und Coca Cola. Dagegen gerieten Technologie--Aktien unter Druck - die Investoren zweifelten an ihrer Bewertung. Morgan Stanley riet davon ab, Halbleiter-Aktien und Computertitel zu kaufen. Die Analysten der Bank erwarten, dass viele Tech-Unternehmen im ersten Halbjahr 2003 ihre Gewinnprognosen zurücknehmen werden - und die Wachstumsaussichten für das zweite Halbjahr seien ebenfalls begrenzt.

Passend nahm Hewlett-Packard seine Gewinnprognosen deutlich zurück. Walt Disney dämpfte die Erwartungen der Investoren ebenfalls, und bei AOL mehrten sich die Bedenken, das Wachstum im Internet-Geschäft schwäche sich ab. Sie waren einer Tagesverlierer. Die Aktie gab rund 4,7 Prozent auf 18,33 Dollar nach. HP-Chefin Carly Fiorina hatte am Vortag gesagt, sie werde die Geschäftsprognosen des Unternehmens wegen der unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht anheben. Zusätzlich belastend für die Standardwerte waren nach Händlerangaben auch die Kursverluste der Titel des Unterhaltungskonzerns Walt Disney, die gut vier Prozent auf 17,75 Dollar einbüßten. Wegen des unerwartet schwachen Kinostarts der 140-Millionen-Dollar-Produktion "Treasure Planet" hatte der Konzern die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr 2001/2002 nachträglich nach unten korrigiert. Außerdem hatte das Unternehmen am Dienstagabend nach US-Börsenschluss bekannt gegeben, dass die US-Börsenaufsicht SEC Untersuchungen im Zusammenhang mit der Unabhängigkeit des Walt-Disney-Boards anstelle.

Bei den Technologiewerten hätten einige negative Analysteneinschätzungen die Kurse belastet, sagten Händler. Die Deutsche Bank hatte ihre Bewertung einiger Chipaktien auf "sell" von "hold" gesenkt. Darunter waren auch die Aktien von Analog Devices, die rund 8 Prozent auf 27 Dollar fielen sowie die Titel der National Semiconductor Corp, die rund neun Prozent auf 17,44 Dollar einbrachen.

Die Investmentbank Morgan Stanley senkte ihrerseits unter anderem ihre Einschätzung für die Chipbranche und für Chipausrüster auf "in-line" von "attractive". Die Titel des weltgrößten Chipherstellers Intel verloren rund drei Prozent auf 19,76 Dollar.

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