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Tech-Rally

Die Technologiebörse kann nichts aus der Ruhe bringen. Obwohl gestern nach Börsenschluss Yahoo! die Börsianer mit einem schlechten Ausblick schockte, lassen sich Anleger heute nicht beirren. Bis zum Mittag hat der Nasdaq Index bereits 2,5 Prozent zugelegt. Wenn das Technologiebarometer heute in der Gewinnzone schließt, hat der Index seine erste Dreitages-Rally seit dem 1. September 2000 erlebt.

Der Dow Jones Index hat es am Mittwoch schwer. Er notiert in der Verlustzone. Defensive Werte wie Konsumartikel- und Chemieaktien ziehen den Index ins Minus. Die größten Verlierer sind am Mittag Johnson & Johnson, 3M und DuPont.



Computer, Software und Chipwerte sind die größten Gewinner, obwohl es am Morgen gerade in diesen Bereich Abstufungen gegeben hatte. Auf dem Gewinnerplatz beider Indizes steht Microsoft. Auch andere Softwarehersteller können Gewinne einfahren. Oracle und Siebel legen zu. Investoren, glauben, dass Softwareaktien sogar in einer schwachen Konjunktur eine rege Nachfrage erleben. Firmen werden auch mit geringen Barmitteln versuchen, durch Software ihre Produktivität zu verbessern.



General Electric erfreut sich größter Beliebtheit. Der Mischkonzern will sein Aktienrückkaufprogramm beschleunigen. Für rund 44 Dollar hält der Konzern mit der größten Marktkapitalisierung seine eigenen Aktien für attraktiv.



Dass die Quartalsergebnisse von Motorola im Rahmen der Erwartungen liegen, honorieren die Investoren mit einem Gewinn von über acht Prozent. Dass der Mobiltelefon-Hersteller seinen Ausblick für das laufende Jahr senkt, scheint da nicht zu stören. Höhere Herstellungskosten im Mobilfunkbereich und ein geringeres Wachstum in der Chipindustrie belasten die Gewinnprognosen.



Nur Cisco und Yahoo haben nichts zu lachen. Die Aktien sind zur Stunde die meistgehandelten Werte. Yahoo! rutscht in die Tiefe, nachdem das meistbesuchte Internetportal der Welt eine drastische Gewinnwarnung für 2001 ausgesprochen hat. Schuld an den trüben Aussichten seien die abkühlende Wirtschaft und das schwache Internetumfeld. Die Nachfrage nach Werbung nehme stark ab, heißt es. Mit dieser Nachricht belastet das Internetportal auch Ebay und die größte US-Internetwerbeagentur Doubleclick. Beide Werte notieren ebenfalls schwächer.



Cisco

Systems ist derzeit das Objekt von Wachstumszweifeln. Selbst Vorstand John Chambers hat bestätigt, dass rückläufige Investitionen in Technologie auch Cisco treffen werden. Mit dieser Aussage hatte Cisco gestern den Sektor der Netzwerkausrüster unter Druck gesetzt. Heute reduziert das Analystenhaus Credit Suisse die Umsatz- und Ertragsschätzungen, was den Wert noch weiter ins Minus befördert.

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