Tech-Werte im Fokus: Dax wenig verändert erwartet

Tech-Werte im Fokus
Dax wenig verändert erwartet

Die deutschen Standardwerte dürften nach Einschätzung von Händlern am Donnerstag kaum verändert in die Sitzung starten. Bei den Technologiewerten sei aber mit leichten Gewinnen zu rechnen, hieß es.

Reuters FRANKFURT. Am Mittwoch hatten Titel von US-Technologiefirmen bereits deutlich zugelegt, nachdem eine optimistische über die Aussichten der Branche veröffentlicht worden war. Außerdem will der finnische Handy-Konzern Nokia Geschäftsergebnisse vorlegen. Mit Spannung warte der Markt auch auf die Rede des US-Notenbankchefs Alan Greenspan. Im Mittelpunkt des Interesses stehe außerdem die Deutsche Post. Rechnungsprüfer fordern einem Zeitungsbericht zufolge höhere Steuerzahlungen des Unternehmens.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 08.30 Uhr mit 5159 Punkten, nach einem Schluss von 5163,03 Zählern am Mittwoch. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 5160 Punkten und die Deutsche Bank bei 5159 Stellen. Am Neuen Markt rechnen die drei Institute mit einer etwas festeren Eröffnung des Auswahlindexes Nemax50, nach einem Schluss am Mittwoch von 1167,40 Zählern.

Die US-Investmentbank J.P. Morgan hatte am Mittwoch die Aktien von fünf Zulieferern der Chipindustrie hochgestuft und dies mit einer erwarteten Verbesserung des Geschäftsausblicks begründet. Außerdem hätten die ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten Auftragseingänge dieser Branche für Dezember zur guten Stimmung beigetragen, sagten Marktteilnehmer. Der Verband der Chipzulieferer hatte im Monatsvergleich einen Anstieg der Orders um sieben Prozent bekannt gegeben.

Der US-Softwarehersteller und SAP-Konkurrent Siebel Systems hat im vierten Quartal einen Gewinnrückgang von 17 % verzeichnet. Der Nettogewinn ging auf 13 Cent je Aktie zurück. Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn neun Cent je Aktie erwartet. SAP tendierten vorbörslich etwa ein Prozent fester.

Die Deutsche Post soll einem Zeitungsbericht zufolge nach dem Willen des Bundesrechnungshofs künftig jährlich 450 Mill. Euro mehr Umsatzsteuer zahlen als bisher. Vorbörslich lagen die Aktien rund zwei Prozent im Minus.

Der Energiekonzern RWE will sich von Hochtief-Anteilen trennen und den Baukonzern ab dem 1. Januar 2002 nicht mehr voll konsolidiert in den Konzernabschluss einbeziehen. Der deutsche Pharmakonzern Bayer feiert am Nachmittag sein Börsendebüt an der New Yorker Wall Street. Die Titel dieser Unternehmen gaben vorbörslich jeweils rund um ein Viertel Prozent nach.

Die Technologiewerte an den New Yorker Aktienmärkten haben am Mittwoch fester geschlossen und dabei nach Händlerangaben von der J.P.-Morgan-Studie profitiert. Auch erfreuliche Nachrichten zur Entwicklung im US-Einzelhandel hätten zu der positiven Stimmung beigetragen. Der Nasdaq-Index schloss 2,11 % höher auf 1922,33 Zählern. Der Dow-Jones-Index legte 0,18 % auf 9730,89 Punkte zu. Bei Börsenschluss in Deutschland hatten der Dow Jones 0,39 % und der Nasdaq 2,04 % im Plus gelegen.

Der Tokioter Aktienmarkt hat getragen von Werten der Chip-Industrie am Donnerstag freundlich geschlossen. Der Nikkei-Index stieg um 0,33 % auf 10 074,05 Punkte. Der Hang-Seng-Index tendierte etwas leichter.

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