Technik reduziert die Abspielgeschwindigkeit von Anrufbeantwortern: Akustische Lupe erleichtert das Mitschreiben

Technik reduziert die Abspielgeschwindigkeit von Anrufbeantwortern
Akustische Lupe erleichtert das Mitschreiben

Eine Art akustische Lupe, mit der Mobiltelefonierer die Abspielgeschwindigkeit ihres Anrufbeantworters im Netz per Tastendruck regulieren können, haben Fraunhofer Forscher vom Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Rostock entwickelt.

hsn DÜSSELDORF. Werden wichtige Informationen wie eine Telefonnummer und Adresse genannt, kann Anwender den langsamer gesprochenen Text einfacher mitschreiben. Der Ansagetext wird dabei ohne Stimmverzerrung oder andere Qualitätsverluste verlangsamt abgespielt.

Das Verfahren, bei dem die Forscher mehrere Technologien miteinander kombiniert haben, könnte von Mobilfunkbetreibern als zusätzlicher Service angeboten werden. Die Technik sei aber auch im Festnetz oder in der Bürokommunikation einsetzbar. Wird sie über einen Chip in einem Anrufbeantworter oder Diktiergerät integriert werden, ließe sich die Abhörgeschwindigkeit situationsabhängig verändern. Gekoppelt mit Bewegungssensoren könnte die Abspielgeschwindigkeit sogar an den Bewegungsrhythmus des Menschen angepasst werden.

In Walkman, MP3-Player oder Smartphone integrierte Sensoren messen die Schrittfrequenz des Ausdauersportlers etwa beim Joggen und passen den Rhythmus der abgespielten Musikstücke entsprechend an. Auch hier verändert der Chip lediglich die Geschwindigkeit, nicht aber die Qualität der Musikwiedergabe, so dass aus einem Joe Cocker kein quäkender Kermit wird.

"Mit der Technik lassen sich sogar pulsfrequenzorientierte Trainingsprogramme zusammenstellen", sagt IDG-Forscher Gerald Bieber. So ließe sich durch den Takt der Musik sich der Wechsel von Belastungsspitzen und Ruhephasen nahezu unauffällig initiieren. Auf diese Art kann der Sportler auch ohne ständigen Blick auf die Uhr mit der gewünschten Pulsfrequenz trainieren.

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