Technische Reaktion
Biotechs erholt

Die Aktien der Biotech-Unternehmen am Frankfurter Neuen Markt haben sich vor dem Wochenende erholt und ihre hohen Verluste insbesondere vom Vortag zum Teil wett gemacht.

dpa-afx FRANKFURT. Die Papiere des Heidelberger Bioinformatik-Unternehmens Lion Bioscience stiegen bis 11.45 Uhr auf 20,90 Euro, ein Kursgewinn von 18,63 %. Damit war der Wert der unangefochten stärkste im Nemax-50. Evotec Biosystems kosteten 17,00 Euro - ein Plus von 11,18 %. Qiagen gewannen 3,33 % auf 20,17 Euro. Zur gleichen Zeit gewann der Nemax-50 6,87 % auf 1 549,85 Zähler. Der Nemax-Biotechnologie-Index legte um 5,53 % auf 86,46 Zähler zu. Seit Jahresbeginn hat sich der Index-Stand halbiert.

Händler begründeten einstimmig die Kursgewinne mit einer "technischen Reaktion", nachdem die Anteilsscheine zuvor deutliche Verluste hinnehmen mussten. Ein Analyst stimmte der Ansicht der Händler zu. Von einem langfristigen Aufwärtstrend könne allerdings nicht die Rede sein, sagte er. Die Biotechnologie-Titel befänden sich nach wie vor "in einem intakten Abwärtstrend"; daher dürfte die gegenwärtige Erholung "von kurzer Dauer" sein.

Die Branche schwächelt in den USA

Grundsätzlich müsse man in die USA schauen: Hier hätten viele Biotech-Werte von den gestrigen Kursgewinnen der Nasdaq nicht profitieren können. Der Nasdaq-Biotechnology-Index gab 0,87% auf 684,11 Zähler nach. Der Analyst wies außerdem daraufhin, dass die Umsätze am Freitag "relativ gering" seien.

Er unterstellte, dass private Investoren derzeit in die Biotechnologie investierten und möglicherweise den US-Markt dabei nicht so genau im Blick hätten. Vielmehr sähen sie eine günstige Einstiegsmöglichkeit in die ehemaligen Börsen-Lieblinge. Außerdem müsse zwischen den einzelnen Werten differenziert werden, sagte der Analyst; Qiagen - bislang das einzig profitable Unternehmen der Branche - legte nicht so stark zu wie Lion, war aber in der Vergangenheit auch nicht so stark verprügelt worden. Deshalb sei das Aufwärtspotenzial nun auch "nicht allzu hoch". Allerdings betrachte er die Aktie auf dem derzeitigen Niveau immer noch als zu teuer.

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