Technologie-Aktien im Plus
Dell contra Verbrauchervertrauen

Die US-Aktienmärkte sind zu Wochenschluss uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Händlern zufolge waren vor allem Technologiewerte gefragt, nachdem der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Dell am Vorabend einen optimistischen Geschäftsausblick gegeben hatte. Belastend hätten dagegen überraschend schwache Daten zum Verbrauchervertrauen und den Wohnbaubeginnen gewirkt.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss im New Yorker Handel bei 8 778,06 Punkten rund 0,45 % tiefer, nachdem er zeitweise geringfügig im Plus notiert hatte. Im Wochenverlauf legte der Dow damit rund 0,3 % zu. Der technologielastige Nasdaq-Index stieg am Freitag um 1,19 % auf 1 361,01 Zähler. Für die Woche bedeutete dies ein Plus von 4,2 %. Der breiter gefasst S&P-500-Index schloss den Tag 0,16 % im Minus bei 928,77 Punkten.

"Die Anleger fühlen sich besser, wenn ein solides Unternehmen auch in einem schwierigen Umfeld gut arbeitet, und ich denke das ist ermutigend", sagte Analyst Jeff Kleintop von PNC Advisors mit Blick auf die Dell-Zahlen. Die niedrigen Aktienkurse gäben zudem den Anreiz, Geld aus den Anleihen in den Aktienmarkt abzuziehen, sagten Händler.

Dell zogen gut 1,4 % auf 27,53 Dollar an. Am Vorabend hatte der Konzern mit seinem Quartalsgewinn die Markterwartungen getroffen und sich auch für das laufende Quartal optimistisch gezeigt. Die im Dow-Jones-Index vertretenen Titel des weltgrößten Chipherstellers Intel stiegen 0,75 % auf 18,75 Dollar, obwohl Investmentbanken zuvor die Kurserwartungen reduziert hatten. Der positive Dell-Ausblick sei schließlich auch gut für jemanden, der Computer-Chips herstellt, sagte Analyst James Luke von BB&T Asset Management.

Vivendi, Alcos und Gap unter Druck

Vivendi-Aktien setzten im New Yorker Handel ihren Kursverfall aus dem europäischen Geschäft fort und tendierten zeitweise mehr als 14 % tiefer. Zum Schluss erholten sie sich etwas und schlossen auf ein Minus von 9,63 % bei 9,76 Dollar. Analysten hatten die Aktien des französisch-amerikanischen Medienkonzerns herabgestuft.

Die Investmentbank Morgan Stanley senkte ihre Gewinnschätzungen für die Aluminiumproduzenten Alcoa Inc. und Alcan Inc. Die im Dow gelisteten Alcoa-Titel fielen 2,6 % auf 24,77 Dollar. Alcan verbilligten sich ebenfalls um rund 2,6 %.

Die Titel des Bekleidungseinzelhändlers Gap verloren rund 10,3 % auf 11,66 Dollar. Gap hatte am Vorabend einen Gewinnrückgang im abgelaufenen Quartal mitgeteilt. Auch der Umsatz Anfang August sei geringer als erwartet, hieß es.

Insgesamt belastend für den Markt wirkte der überraschende Rückgang des Verbrauchervertrauens-Index der Universität Michigan im August auf 87,9 von 88,1 Punkten im Juli. Auch die Zahl der Wohnbaubeginne im Juli lag unter den durchschnittlichen Erwartungen der Volkswirte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,27 Mrd. Aktien den Besitzer. 1812 Werte legten zu, 1395 gaben nach und 188 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,49 Mrd. Aktien 1901 im Plus, 1390 im Minus und 15 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die Kurse der zehnjährigen Staatsanleihen um 1-3/32 auf 100-14/32. Sie rentierten mit 4,321 %. Die 30-jährigen Bonds verloren 1-24/32 auf 104-06/32 und hatten eine Rendite von 5,094 %.

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