Archiv
Technologie-Aktien ziehen die New Yorker Börsen nach unten

Zur Stunde stehen alle Börsenbarometer im Minus. Investoren fürchten sich vor geringeren Umsatzerwartungen. Betroffen sind die Computer-Hersteller, der Chipsektor und die Telekommunikations-Branche. "Portfolio Manager laden jetzt ihre Technologieaktien ab", bemerkt ein Marktteilnehmer. Die Angst geht um, die drei Branchen könnten im Oktober nächsten Wochen geringere Quartalszahlen veröffentlichen, als von den Analysten erwartet. Gegen Mittag fallen an der Wall Street vier zu fünf gehandelten Aktien.

Die Chipwerte bekommen erneuert einen Dämpfer. Die Banc of America stuft Intel und Konkurrenten Advanced Micro Devices ab. Der Analyst warnt vor geringerer Nachfrage und Produktionsproblemen. In die Tiefe gezogen wird der Dow Jones Index nicht nur von Intel sondern auch von den Computerherstellern. Hewlett-Packard leidet unter dem 17-Milliarden-Dollar-Kauf eines Teils des Unternehmensberaters Pricewaterhouse und unter dem fallenden Kurs von SCI. SCI, einer der Hauptzulieferer von Hewlett-Packard, gab am Morgen eine Gewinnwarnung heraus. Statt der von Analysten prognostizierten 38 Cents je Aktie erwartet der Produzent elektronischer Komponenten nur noch einen Ertrag von 34 Cents pro Papier. Hewlett-Packard verliert bis zum Mittag fast vier Prozent, SCI bricht mit fast 23 Prozent ein. Angeheizt wird der Nasdaq Index durch JDS Uniphase. Dem Glasfaserhersteller gelang es offensichtlich auf der Analystenkonferenz am Dienstag die Gemüter der Anleger zu beruhigen. Investmenthaus Goldman Sachs bestätigte die Aktie am Morgen erneut auf der Empfehlungsliste. JDS Uniphase kann gegen den allgemeinen Trend mit zwei Prozent zulegen. Honeywell hat heute bekannt gegeben, vier Millionen eigene Aktien zurückzukaufen. Der Flugzeugbauzulieferer erhöht zudem sowohl seine Gewinnschätzungen des dritten Quartals um zehn Cents als auch die das Umsatzwachstum um sieben Prozent. Unter den Dow Jones Kandidaten gehört Honeywell mit fast drei Prozent zur Stunden zu den Gewinnern. Für Bewegung sorgt im Finanzsektor der Merger-Poker. Der Zuschlag um J. P. Morgan geht nicht an die Deutsche Bank sondern an Konkurrenten Chase Manhattan. Paine Webber bekräftigt die Kaufempfehlung für Chase Manhattan. Doch der Aktie nützt das nichts. Der Titel verliert bereits fünf Prozent an Wert. Der Titel von J.P. Morgan rangiert zur Stunde auf der Dow-Verlier-Liste an dritter Stelle. Auch Lehman Brother verliert an Wert. Da nützt es dem Titel am Morgan auch nicht, dass das Brokerhaus als nächster Übernahmepartner auf diesem Sektor gehandelt wird.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%