Technologie aus der Raumfahrt zum Schutz vor Terror
Nasa will Gedanken von Fluggästen lesen

Die US-Raumfahrtbehörde NASA entwickelt nach eigenen Angaben gemeinsam mit einem Handelsunternehmen ein Gerät, das Raumfahrttechnologie zur Erkennung potenzieller Terroristen auf Flughäfen einsetzen soll.

HB DÜSSELDORF. Mittels neuroelektronischer Sensoren sollen direkt unter dem Gate Gehirnströme und Herzfrequenz gemessen werden. Durch die Kombination dieser Daten mit statistischen Algorithmen wie Reisegewohnheiten, kriminellem Hintergrund und Kreditinformationen sollen potenziell gefährliche Personen erkannt werden. Die statistischen Daten sollen laut NASA aus Tausenden verschiedenen Datenquellen stammen.

Die Ankündigung der NASA hat eine Vielzahl von Debatten ausgelöst. Abgesehen von der Frage des Datenschutzes befürchten Kritiker, dass das System auf amerikanischen Flughäfen Chaos auslöst. So könne beispielsweise Flugangst oder Nervosität die Ergebnisse der Messung entscheidend verfälschen, sagt Mihir Kshirsagar vom Electronic Privacy Information Center. Forscher bezweifeln zudem die Funktionstüchtigkeit der Sensoren, da die für ein verlässliches EEG-Ergebnis notwendige Berührung des Kopfes der "gescreenten" Person nicht gegeben ist.

Die Nasa selbst macht noch keine klaren Angaben zur Funktionstüchtigkeit des neuen Systems. Das Computer-Aided Passenger Pre-Screening(CAPPS)-System sei eines von vier neuen Projekten im Bereich Flugsicherheit. Forschungsleiter Herb Schlickenmaier sagt, für Aussagen zur Effektivität des Systems sei es noch zu früh.

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