Technologie-, Automobil- und Bankentitel unter Druck
Tokios Börse schließt schwächer

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Mittwoch schwächer geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte ging angesichts düsterer Ausblicke für die US-Wirtschaft um 0,5 % oder 52,27 Punkte auf 9 641,70 Zähler zurück. Der breiter angelegte Topix fiel um 11,02 Stellen oder 1,1 % auf 998,28 Punkte.

dpa/rtr/vwd TOKIO. Die Anleger hätten sich erneut sehr vorsichtig verhalten, weil weiterhin unklar sei, welche Konsequenzen die Terroranschläge für die Wirtschaft haben werden, erklärte ein Händler die Stimmung. "Wir können nicht einschätzen, welchen Einfluss die Anschläge auf die Unternehmenszahlen haben werden", sagte er. Dagegen seien auch die Vorgaben der US-Märkte in den Hintergrund gerückt. Vor allem die Technologie- und Automobiltitel seien verkauft worden. Auch Bankentitel wurden gemieden. "Grund ist eine Resolution zum Problem der faulen Kredite in diesem Land. Das bedeutet, dass Banken für Problemkredite mehr Reserven bilden sollen", sagte Hidenori Karaki, Manager bei Tokyo Mitsubishi Personal Securities. Zu den größten Kursverlierern zählten die Papiere von Sumitomo Mitsui Banking Corp, nachdem sie bereits am Vortag deutlich ins Minus gerutscht waren.

Die Aktien der nicht-exportorientierten Unternehmen hingegen waren tendenziell eher gesucht. Bei den Technologie- und Automobilwerten habe die Unsicherheit über die US-Wirtschaft nach den Terroranschlägen belastet, hieß es.

Sony fielen um 0,9 % auf 4 350 JPY, Fujitsu um 1,5 % auf 1 029 JPY und Tokyo Electron um 1,9 % auf 4 570 JPY. Bei den Automobiltiteln reduzierten sich Toyota um vier Prozent auf 2 850 JPY, Honda um 0,8 % auf 3 620 JPY und Mitsubishi um 8,5 % auf 204 JPY. Die Banken setzten ihre Talfahrt weiter fort, die Anleger hätten wegen der anhaltenden Schwäche der Titel vor Neupositionierungen zurückgeschreckt, hieß es. Sumitomo Mitsui Banking ermäßigten sich um 4,1 % auf 891 JPY, Mitsubishi Tokyo Financial um 4,1 % auf 954 000 JPY, und UFJ Holdings gingen um 0,7 % leichter auf 611 000 JPY aus dem Handel.

Auf der Gewinnerseite standen hingegen Immobilien- und Bautitel. Die Unternehmen seien weniger abhängig von der internationalen Nachfrage, erklärte ein Marktteilnehmer die Aufschläge. Kajima legten um 2,5 % auf 414 JPY zu, Obayashi um 1,8 % auf 513 JPY und Mitsubishi Estate kletterten um 0,9 % auf 1 130 JPY.

Um 15 Uhr Ortszeit kostete der Dollar 117,20-23 Yen, nach 117,26-28 Yen tags zuvor. Gegenüber dem Euro geriet der Dollar unter Druck. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 0,9230-40 US- Dollar gehandelt, nach 0,9155-62 Dollar am Vortag.

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