Technologie Börse startet verhalten
Nasdaq tendiert gedämpft nach oben

Nachrichten über einen positiven Quartalsverlauf beim US-Chiphersteller Xilinx haben die Technologiewerte an der Wall Street nach Händlerangaben im frühen Geschäft am Dienstag beflügelt. Die vor Börsenbeginn vorgelegten Daten zur US-Produktivität hätten jedoch die zunächst positive Stimmung gedämpft, hieß es auf dem Parkett.

Reuters NEW YORK. "Es gibt wenig, um den Markt nach oben zu katapultieren", sagte Paul Cherney, Marktanalyst bei S&P Marketscope. "Ohne etwas Definitiveres darüber zu wissen, ob wir die Talsohle hinter uns haben, werden die Portfoliomanager sich weiter zurückhalten." Der technologielastige Nasdaq-Index stieg bis gegen 16.15 Uhr MESZ um 1,94 % auf 2198,33 Punkte, während der Dow-Jones-Index 0,07 % abgab und mit 11 050,44 Punkten notierte.

Xilinx hatte am Montag nach US-Börsenschluss mitgeteilt, das Unternehmen halte an seinem Ausblick für das vierte Quartal fest. Die Zahl der stornierten Aufträge sei deutlich zurückgegangen. "Keine Nachrichten sind gute Nachrichten", sagte Dan Niles, Analyst bei Lehman Brothers. "Wenn man heutzutage gute Nachrichten hat, sind die Leute euphorisch." Die Aktie des Unternehmens legte am Dienstag im frühen Geschäft um rund 6,70 % auf 44,38 Dollar zu.

Die Titel des Telekommunikationsausrüsters Comverse Technology stiegen gut acht Prozent auf 63,38 Dollar, nachdem das Unternehmen über einen Gewinnanstieg im Quartal von 40 % berichtet hatte. Die Tech-Werte hätten außerdem durch die Nachricht Auftrieb erhalten, dass Lucent Technologies einen bescheidenen Umsatzanstieg im dritten Quartal erwarte, sagten Händler.

Das US-Arbeitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass die Produktivität in den USA im ersten Quartal um revidiert 1,2 % gesunken sei. Dies sei der stärkste Rückgang seit dem ersten Quartal 1993. Volkswirte hatten mit einem Minus von 0,8 % gerechnet. Die Arbeitskosten stiegen auf 6,3 von 5,2 % im Vormonat, während Analysten mit einem Plus von 6,0 % gerechnet hatten. Die Inflationsentwicklung und der starke Rückgang der Produktivität gäben Anlass zur Sorge, sagten Börsianer. Der Markt hoffe jedoch gleichzeitig, dass die US-Notenbank ihren Zinssenkungszyklus fortsetzen werde, um die anhaltend schwache Wirtschaft anzukurbeln.

Die um 16.00 Uhr MESZ vorgelegten weiteren Konjunkturdaten stützten diese Hoffnung, sagten Händler. Die US-Industrie erhielt nach Angaben des US-Handelsministeriums im April 3,0 % weniger Aufträge als im Vormonat. Der gleichzeitig veröffentlichte Index der US-Einkaufsmanager zeigte für den Dienstleistungssektor im Mai einen Stand von 46,6 (Vormonat 47,1). Von Reuters befragte Analysten hatten einen Stand von 47,8 erwartet.

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