Technologie der Zukunft
Hindernisse für digital-TV und 3G-Mobilfunk

Zur Einführung des digitalen Fernsehens (DTV) und der dritten Mobilfunk-Generation müssen noch zahlreiche Hindernisse überwunden werden. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Kommission hervor.

vwd BRÜSSEL. Für die breite Öffentlichkeit werde der Zugang zu den neuen Diensten und Anwendungen nur dann attraktiv sein, wenn neben entsprechenden Inhalten für genügend Auswahlmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Plattformen gesorgt werde, heißt es darin. Daher müsse deren Offenheit und Interoperabilität garantiert werden.

Zu diesem Thema hat die Kommission eine öffentliche Anhörung eingeleitet, die bis zum 15. Februar läuft. Für den 4. Februar ist eine Veranstaltung mit den Marktakteuren angekündigt. Um die Dienste der Informationsgesellschaft möglichst allen Bürgern nahe zu bringen, müssen nach Auffassung der Kommission die unterschiedlichen Kommunikationsplattformen für das digitale Fernsehen und den 3G-Mobilfunk untereinander verbunden werden. Zur Zeit würden aber teilweise anbieterabhängige Lösungen an den Schnittstellen zwischen Diensten und Anwendung verwendet, heißt es im Kommissionsbericht.

Dies gelte insbesondere für die Set-Top-Boxen und für die Anwendungsprogrammierschnittstellen in den 3G-Mobiltelefonen. Derzeit werde aber auf die freiwilligen Bemühungen der Branche gesetzt, für die Interoperabilität zu sorgen. So habe die Mobilfunk-Industrie offenbar die Notwendigkeit dafür erkannt und arbeite an entsprechenden Normen. Für DTV seien freiwillige Vereinbarungen zur Förderung der Multimedia-Home-Platform als offenem Standard getroffen worden. Die Kommission habe diesen sich sehr schnell entwickelnden Bereich aber genau im Blick.

Nach dem neuen Rechtsrahmen für die elektronische Kommunikation muss bis spätestens Juli 2004 überprüft werden, ob in den EU-Staaten für die Wahlfreiheit zwischen den Plattformen gesorgt ist. Wenn nicht, kann die Kommission dies verbindlich vorschreiben. Neben den technischen Gegebenheiten werden aber auch attraktive Verbraucherangebote, ein vertrauenerweckendes Umfeld und klare rechtliche Rahmenbedingungen für die neuen Dienste angemahnt. Es wird die Forderung wiederholt, die Behörden in der EU sollten nicht nur für günstige wirtschaftliche Bedingungen sorgen, sonder auch mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Dienste online anbieten.

Gegenwärtig erfolgt laut Kommission der Zugang zu elektronischen Diensten vor allem mit einem PC über das Internet. 3G-Telefone und vor allem digitale TV-Plattformen werden aber als "wahre" Alternative dazu gesehen. In den Haushalten seien Fernseher weitaus verbreiteter als Computer. Daher könne durch die koordinierte EU-weite Einführung von DTV diese Plattform künftig zum wichtigsten Mittel für die Nutzung elektronischer Dienste werden, heißt es.

Als Grundvoraussetzung für deren breite Nutzung gilt die flächendeckende Versorgung mit Breitbandkapazitäten. Die für den Telekomsektor zuständigen EU-Minister haben vor wenigen Tagen bekräftigt, dies gelte als die Technologie der Zukunft.

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