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Technologie erneut unter Druck

New Yorks Aktienmärkte eröffnen einen weiteren Tag in Folge mit Kursverlusten. Der Blick nach Übersee beunruhigt die Investoren. Die Europäische Zentralbank hat die Wachstumsprognosen für Euroland für das Gesamtjahr von 2,6 auf 2,2 Prozent gesenkt.

Erst am Montag hatte das schlechter als erwartet ausgefallene Bruttoinlandprodukt Japans die Gemüter der Investoren beunruhigt. Denn vor dem Hintergrund der laufenden Gewinnwarnungssaison machten sich die US-Anleger verstärkt Sorgen, was die Entwicklung auf den US- und internationalen Wirtschaftsmärkten angeht. Unternehmensmeldungen schüren am Morgen die Angst vor weiteren Gewinnwarnungen für das zweite Quartal. Chiphersteller Silicon Storage und Büromöbelhersteller Steelcase bereiten die Anleger auf enttäuschende Quartalsergebnisse vor.

Vor allem Technoligie- und Finanzwerte büßen an Wert ein. Die Verliererliste des Dow Jones Index führen Intel, IBM und Mircosoft an. Bei Chipgigant Intel wird es bis zu den Mittagsstunden spannend bleiben. Bis dahin wird sich die Unternehmensleitung von Intel auf der Technologiekonferenz von Brokerhaus Bear Stearns über die Nachfrageentwicklung und die weitere Geschäftsentwicklung geäußert haben.

American Express leidet unter negativen Analystenkommentaren von Brokerhaus Credit Suisse First Bosten. Die Analysten reduzieren die Gewinnerwartungen für den Kreditkartenanbieter. Während die Geschäftsentwicklung in zweiten Quartal leicht schwächeln würde, sei mit einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte jedoch wieder zu rechnen. Die Aktie wird weiterhin mit "halten" bewertet.

Zu den größten Gewinnern des Dow Jones Index gehört im frühen Handel die Aktie von General Electric. Die neuste Nachricht im Übernahmenpoker um Honeywell: Die Europäische Wettbewerbsbehörde vertagt die Entscheidung über eine mögliche Fusion beider Konzerne. Der Energieriese hatte sich bereits zuvor pessimistisch über eine baldige Entscheidung geäußert. Honeywell büßt an Wert ein.

Ebenfalls nicht zur Ruhe kommt der Glasfasersektor. Lucent wird die zwei zum Verkauf stehenden Fabriken nicht an Flextronic veräußern. Das berichtete das Wall Street Journal in seiner neuesten Ausgabe. Der Netzwerkausrüster hatte sich von dem Verkauf Einnahmen von bis zu 900 Millionen Dollar versprochen. Der Konzern muss bis Ende September zwei Millionen Dollar an die Bank zurückzahlen, um den Kreditrahmen von vier Millionen Dollar behalten zu können. Lucent als auch Flextronic verlieren an Wert. Merrill Lynch stuft Netzwerkausrüster Corning von "kurzfristig akkumulieren" auf " neutral" ab. Langfristig wird die Aktie weiterhin zum Kauf empfohlen. Neben Corning geraten auch Cinea und JDS Uniphase unter Druck.

Unterschiedliche Impulse geben die jüngsten Wirtschaftsdaten. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung fielen in der vergangenen Woche auf 428 000 Anträge. Betrachtet man den Vier-Wochen-Durchschnitt stieg der Indikator jedoch auf des höchste Niveau seit August 1992.

Dagegen fiel der Produzentenpreis-Index im Mai besser aus als erwartet. Der Indikator stieg im vergangenen Monat um 0,1 Prozent. Analysten hatten mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet. Um den volatilen Bereich der Lebensmittel- und Energiepreise stieg der Produzentenpreis um 0,2 Prozent. Experten hatten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Die Gefahr einer Inflation schein somit nicht gegeben.

Die Lagerbestände der verarbeitenden Industrie blieben im April mit fast 1,2 Billionen Dollar auf dem Niveau des Vormonates. Wegen der rückläufige Absatzentwicklung konnte die Industrie Lagerbestände nicht weiter abbauen.

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