Technologie-Titel drücken den Dax
Käuferstreik lähmt den Markt

Am Dienstag haben vor allem die Technologie-Titel den Deutschen Aktienindex belastet: Die deutschen Standardwerte im Dax verharren im späten Dienstagshandel auf niedrigem Niveau. Eine Stunde vor Handelsende stand der Index bei 5808 Punkten - ein Abschlag von 0,78 Prozent. Der MDax verbuchte Verluste von 0,65 Prozent auf 4.675,90 Zähler.

dpa FRANKFURT. "Am Markt herrscht Käuferstreik", umschrieb ein Händler in Stuttgart den Handelstag. Das Geschäft sei "lethargisch", denn alles warte auf die Quartalszahlen von Intel : Gerüchte machten die Runde, wonach die Bilanz des Chipherstellers "sehr schlecht" ausfallen werde, ergänzte er. Das drücke vor allem die Technologie. "Am Morgen hatte bereits der schwache Ausblick des niederländischen Elektronik-Konzerns Philips die Techs abgeschossen", ergänzte er.

Ganz oben auf den Verkaufslisten standen Epcos , die 4,23 Prozent auf 51,80 Euro verloren. SAP gaben 2,93 Prozent auf 147,20 Euro ab. Das Softwarehaus wird am Donnerstag seine Halbjahresbilanz präsentieren. Infineon standen bei 25,70 Euro - ein Abschlag von 0,54 Prozent.

Unter Druck waren auch die Finanzwerte. HypoVereinsbank büßten 3,82 Prozent auf 51,62 Euro ein. Zuvor war das Papier auf ein neues Jahrestief von 50,60 Euro gefallen, weil am Markt Gerüchte über ein schwaches zweites Quartal der zweitgrößten deutschen Bank laut geworden waren. Damit stelle sich auch die Frage nach einer Revision der Erwartungen für das gesamte Jahr.

Deutsche Bank notierten mit 1,34 Prozent unter dem Niveau vom Montag und kosteten 81,20 Euro. Dresdner Bank waren 0,28 Prozent leichter bei 47,09 Euro. Lediglich die Aktie der Commerzbank stieg gegen den Trend um 0,22 Prozent auf 27,35 Euro.

Die US-amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's hat den Ausblick von Morgan Stanley Dean Witter, Merrill Lynch und Goldman Sachs auf "negative" herabgesetzt, begründete Andreas Pläsier, Analyst der Berenberg Bank, die Kursabschläge.

Die höchsten Gewinne verbuchten MAN , die 1,64 Prozent gewannen und für 24,75 Euro zu haben waren. Eon profitierten nach wie vor vom Verkauf der Veba Oel an die britische BP und stiegen um 1,26 Prozent auf 64,35 Euro.

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