Technologie-Titel unter Druck
Dax schliesst erneut schwächer

Die deutschen Standardwerte sind am Mittwoch erneut mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Im Sog der schwachen Nasdaq gerieten vor allem Technologie-Titel unter Druck.

rtr/dpa FRANKFURT. Ängste vor einer sich weiter abschwächenden US-Konjunktur und schrumpfenden Unternehmensgewinnen haben am Mittwoch Händlern zufolge die deutschen Technologiewerte und damit den Gesamtmarkt deutlich unter Druck gesetzt. Zudem sorge das Scheitern der Fusion zwischen Alcatel und Lucent für Enttäuschung in dem Sektor, hieß es.

Den Handel bei den deutschen Blue Chips beendeten auch die Titel der Deutschen Telekom mit einem kräftigen Abschlag. Auf der Gewinnerseite im Dax standen weniger schwankungsanfällige Werte, allen voran die des Versorgers Eon. Der Deutsche Aktienindex schloss 1,29 Prozent schwächer bei 6 041,22 Punkten. Am Neuen Markt fiel der Nemax-All-Share-Index um mehr als vier Prozent auf 1 748,10 Zähler.



Für den schwachen Gesamtmarkt-Trend sorgten Händlern zufolge erneut schwache US-Börsen, allen voran die Technologiebörse Nasdaq, die unter dem Eindruck von Herabstufungen mehrerer Unternehmen und der geplatzten Fusion zwischen Alcatel und Lucent im Verlauf um mehr als vier Prozent auf 2 084 Punkte fiel. Der Dow Jones-Index gab um 1,3 Prozent auf 10 894 Zähler nach.



Der Netzwerkhersteller Sun Microsystems hatte am Dienstag nach Börsenschluss seinen Gewinn- und Umsatzausblick für das vierte Quartal gesenkt und dies mit der Schwäche des europäischen Marktes begründet. Am Vortag hatte auch die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Gewinnerwartungen für Sun sowie EMC gesenkt.



Am deutschen Markt führten die Aktien der Deutschen Telekom zum Handelsende die Liste der Verlierer mit einem Abschlag von fast sieben Prozent auf 23,81 Euro an und lagen damit knapp oberhalb ihres bisherigen Jahrestiefs von 23,50 Euro. Die Titel notierten zwar am Tag nach der Hauptversammlung "ex-Dividende", den unverhältnismäßig großen Kursabschlag führten Händler unter anderem darauf zurück, dass sich Anleger im Rahmen von Leerverkäufen von dem Wert im Vorfeld des Voicestream-Deals trennten, da sie durch die Übernahme einen hohen Aktienrückfluss befürchteten. Die Telekom hatte ein Dividende von 0,62 Euro je Aktie ausgeschüttet, was auf den Schlusskurs von Dienstag einen Abschlag von rund 2,4 Prozent ergibt.



Zu den weiteren Verlierern im Dax gehörten die Aktien von SAP mit einem Abschlag von 4,2 Prozent auf 162,80 Euro. Epcos gaben um 3,5 Prozent, Siemens um 3,3 Prozent nach. Die Anteilsscheine von Thyssen Krupp rutschten um 1,3 Prozent, nachdem der Stahlkonzern ein unter den Analystenerwartungen liegendes Quartalsergebnis veröffentlicht hatte. Die Titel von Linde notierten ex-Dividende rund drei Prozent tiefer bei 50,84 Euro.



Auf der Gewinnerseite standen weniger schwankungsanfällige Werte, die Händlern zufolge von der Technologieschwäche profitierten. E.ON zogen um mehr als 2,7 Prozent an, die Titel von Degussa beendeten den Handel mit einem Plus von rund einem Prozent. Der Konzern hatte zuvor mitgeteilt, sich von seinem Dental-Geschäft trennen zu wollen. Die Aktien von Metro, und Bayer beendeten den Handel ebenfalls höher.



Der MDax verbuchte ein Minus von rund einem Prozent auf 4 710 Zähler.

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