Technologie-Titel werden von Experten schwächer gesehen
Dax nach Cisco-Zahlen knapp behauptet erwartet

Unter Druck geraten könnten nach der Vorlage von Quartalszahlen des weltgrößten Netzwerkherstellers Cisco Systems Technologiewerte, sagte ein Händler.

rtr FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt wird am Mittwoch knapp behauptet erwartet. Unter Druck geraten könnten nach der Vorlage von Quartalszahlen des weltgrößten Netzwerkherstellers Cisco Systems Technologiewerte, sagte ein Händler. Ein anderer Börsianer geht von einer Prägung des Handels durch Einzelsituationen aus. Unter Druck geraten könnten Lufthansa, nachdem die Tarifverhandlungen zwischen der Airline und der Pilotenvereinigung Cockpit vorerst gescheitert sind. Einen leichten Kursrückgang erwarten Börsianer auch bei der Aktie des Finanzdienstleisters MLP, nachdem MLP bei der Dax-Neuordnung zur Überraschung vieler Beobachter erneut nicht für eine Aufnahme in den wichtigsten deutschen Aktienindex nominiert wurde.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 08.30 Uhr mit 6 085 Punkten, nach einem Schluss von 6 108,72 Punkten am Dienstag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 6089 Punkten.

Aus den USA kamen uneinheitliche Vorgaben für den deutschen Markt. Während Standardwerte nach Händlerangaben durch Inflationsängste nach der Veröffentlichung rückläufiger Produktivitätszahlen und unerwartet stark gestiegener Arbeitskosten in den USA belastet wurden, erhielten Technologiewerte von der Heraufstufung von Cisco Auftrieb. Nach US-Börsenschluss teilte das Unternehmen jedoch mit, dass der operative Gewinn auf Grund der globalen Konjunkturabkühlung und schrumpfender Aufträge der Telekommunikationsindustrie drastisch gesunken sei. Der Kurs der Cisco-Aktie verlor daraufhin nachbörslich.

Dies setzte auch die Technologiewerte an der Börse in Tokio unter Druck. Der Nikkei-Index verlor 1,43 %. Auch an der Börse in Hongkong sorgten die Quartalszahlen von Cisco für Belastung. Der Hang-Seng-Index ging zunächst um 0,85 % zurück, konnte im weiteren Verlauf aber wieder ins Plus drehen und notierte mit 0,75 % im Plus.

Wie stark am deutschen Markt der Druck auf die Lufthansa-Aktie nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen in der Nacht zwischen der Lufthansa und der Piloten- Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ausfallen werde, sei noch nicht abzusehen, sagte ein Händler. Bereits am Vortag hatte das Papier auf Grund von Befürchtungen über einen möglichen weiteren Streik Kursabschläge verzeichnet.

Ebenfalls unter Druck geraten nach Angaben von Händlern die Aktien des im MDax notierten Unternehmens MLP. Dieser werde jedoch nicht so stark ausfallen wie bei der letzten Entscheidung der Deutschen Börse gegen eine Aufnahme des Finanzdienstleisters in den Dax. "Die Erwartungshaltung war diesmal nicht so groß wie beim letzten Mal", sagte ein Händler. Die Deutsche Börse hatte am Dienstagabend mitgeteilt zunächst keine Veränderung in dem wichtigsten deutschen Aktienindex vorzunehmen. Es war vielfach erwartet worden, dass MLP für die Dresdner Bank in den Dax aufgenommen werde.

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