Technologie- und Telekom-Titel profitierten
Europäische Börsen mehrheitlich freundlich

Die europäischen Börsen haben am Freitag mehrheitlich freundlich tendiert. Händler begründeten dies vor allem mit der überraschenden zweiten Senkung des Diskontsatzes durch die US-Notenbank nach Börsenschluss an der Wall Street. Hiervon profitierten vor allem die Technologie- und Telekom-Titel.

Die Umsätze bewegten sich allerdings auf niedrigem Niveau, da viele Anleger auf die Veröffentlichung der amerikanischen Arbeitsmarktdaten am Nachmittag warteten, von denen sie sich Aufschluss über die weitere Entwicklung der US-Konjunktur erhofften.

Der technologielastige Nasdaq-Index hatte am Donnerstag um 1,91 % auf 2566,83 Punkte nachgegeben. Der Dow Jones ging mit einem Minus von 0,3 % bei 10 912,41 Zählern aus der Sitzung. Der Nasdaq - und der S&P-Future deuten mit einem Plus von 32 Punkten auf 2518 Zähler beziehungsweise 2,20 Punkten auf 1350,50 Zähler auf eine freundliche Eröffnung der Wall Street hin.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz stieg bis gegen 12.15 Uhr um 0,35 % auf 4549,42 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,47 % auf 4775,24 Punkte anzog.

LONDON - Telekom und Technologie gefragt

An der Londoner Börse wurden Händlern zufolge vor allem Telekom - und Technologiewerte nachgefragt. Der FTSE stieg um 0,64 % auf 6225,1 Punkte. Die Anleger hofften darauf, dass sich die US-Zinssenkungen positiv auf diese stark konjunkturabhängigen Branchen auswirkten, hieß es. Zulegen konnten unter anderem die Schwergewichte Vodafone und British Telecom, deren Aktien um 3,14 % auf 246-1/2 Pence beziehungsweise um 3,26 % auf 633 Pence stiegen. Unter den Technologie-Werten verbuchten ARM ein Plus von 2,99 % auf 518 Pence.

ZÜRICH - Leichter

Die Schweizer Börse tendierte leichter. Der SMI lag gegen Mittag 0,3 % im Minus bei 8092,60 Zählern. Bis zur Eröffnung der Wall Street rechnen die Experten mit weiterhin leicht nachgebenden Kursen. Die Vortagesfavoriten CS Group und Novartis verbilligten sich um 0,47 % auf 320,50 sfr beziehungsweise um 2,73 % auf 2782 sfr. Das Technologie-Unternehmen Kudelski verteuerte sich unterdessen um 3,8 % auf 1775 sfr.

PARIS - Bei geringen Umsätzen freundlich

In Paris tendierte die Börse bei geringen Umsätzen freundlich. Der CAC40 gewann 0,36 % auf 5836,85 Punkte. Trotz der jüngsten Zinssenkungen bleibe das Aufwärtspotenzial begrenzt, sagten Händler. Viele Anleger seien besorgt, dass sich die US-Konjunktur in den kommenden Monaten noch weiter abkühlen werde. Alcatel legten unterdessen um 3,21 % auf 64,30 Euro zu, während sich France Telecom um 2,65 % auf 95 Euro festigten. Carrefour, die Favoriten der vergangenen Tage, gaben um 2,67 % auf 67,50 Euro nach.

MAILAND - Zieht langsam an

Die italienischen Aktienwerte haben am Freitag langsam angezogen. Der Mib30 lag zuletzt 0,77 % im Plus bei 43 066 Punkten. Der Markt ist Börsianern zufolge zwar bereit für eine Rally, noch sind viele Investoren jedoch skeptisch und wollen die Entwicklung in den USA abwarten. Besonders gefragt waren Medienwerte wie Seat oder Mediaset. Die Titel verteuerten sich um 2,35 % auf 2,05 Euro beziehungsweise um 3,84 % auf 12,79 Euro.

MADRID - Telefonica ziehen Gesamtmarkt mit

An der madrilenischen Börse folgten die Aktien dem europäischen Trend. Der Ibex festigte sich um 0,59 % auf 9653,4 Zähler. Die Gewinne des Börsenriesen Telefonica böten dabei dem Gesamtmarkt Unterstützung, hieß es. Deren Aktien verteuerten sich um 2,58 % auf 19,33 Euro. Terra Lycos legten unterdessen um 1,02 % auf 12,88 Euro zu. Unter Druck standen Endesa und Iberdrola, deren geplante Fusion Branchenbeobachtern zufolge vom Markt missbilligt wird. Die Aktien fielen um 2,63 % auf 18,50 Euro beziehungsweise um 1,43 % auf 13,79 Euro.

AMSTERDAM - AEX schließt an Vortagesgewinne an

Die niederländischen Aktienwerte konnten an ihre Vortagesgewinne anschließen. Der AEX stieg um 0,29 % auf 640,81 Punkte an. Das Schwergewicht Philips verteuerte sich um 4,28 % auf 40,95 Euro, während KPN um 1,64 % auf 15,45 Euro zulegten. UPC verloren gegen den Trend 6,12 % auf 11,50 Euro. Experten machten nach dem 29,8-prozentigen Kurssprung vom Donnerstag Gewinnmitnahmen hierfür verantwortlich.

WIEN - Warten auf US-Zahlen

Die österreichischen Aktienwerte tendierten bei niedrigen Volumina freundlich. Der ATX gewann 0,78 % auf 1072,41 Zähler. Viele Investoren hielten sich in Erwartung der US Arbeitsmarktdaten zurück, sagten Händler. Gefragt waren Technologiewerte wie Telekom Austria und CyberTron, deren Aktien um 3,15 % auf 6,55 Euro beziehungsweise um 3,72 % auf 5,30 Euro anzogen. Unter Druck standen mit einem Minus von 1,87 % auf 26,20 Euro VA Stahl. Börsianern zufolge sind Verkäufe Institutioneller Anleger für die Verluste verantwortlich.

BRÜSSEL - Finanzwerte uneinheitlich

In Brüssel sorgte Börsianern zufolge die uneinheitliche Tendenz der Finanzwerte für die leichten Verluste des Bel20. Das Börsenbarometer gab leicht um 0,31 % auf 3005,16 Punkte nach. Der Markt sei nach den Zinssenkungen verunsichtert über die weitere Entwicklung der US-Konjunktur, hieß es. Gleichzeitig fehlten kursrelevante Unternehmensnachrichten. Einem Zuwachs von 0,57 % auf 35,5 Euro des Schwergewichts Fortis stand ein Verlust von 1,45 % auf 183,3 Euro bei Dexia gegenüber.

STOCKHOLM - Verkürzter Handel

Die Stockholmer Börse tendierte im verkürzten Handel am Freitag bei geringen Umsätzen freundlich. Der OMX stieg um 0,83 % auf 1076,26 Zähler. Da die US-Arbeitsmarktdaten erst nach Schließung des schwedischen Handels um 13.00 Uhr MEZ veröffentlicht würden, hätten sich viele Investoren bereits ins verlängerte Wochenende verabschiedet, sagten Marktteilnehmer. Das Schwergewicht Ericsson gab seine Anfangsgewinne wieder ab und lag gegen Mittag praktisch unverändert bei 110,50 skr. Nokia stiegen um 1,8 % auf 425 skr.

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