Technologie und Telekom unter Druck
Europäische Börsen schwächer

Schwache Technologie- und Telekomaktien haben das Geschehen an den europäischen Börse geprägt. Der FTSE Eurotop 300 verlor rund 2 Prozent. Der DJ Eurostoxx 50 gab 2,6 % nach und fiel durch eine wichtige Unterstützungsmarke.

Die Märkte seien reif für eine Korrektur, hiess es weiter. Angeführt von Alcatel standen Nokia, Siemens und Ericsson unter Druck. Der DJ Stoxx Technologie Index verlor 5,5 %. Zum Teil wirkten sich auch die Sorgen wegen einer Finanzkrise in Argentinien negativ aus.

LONDON - Die Londoner Börse notierte geprägt von Kursverlusten bei Finanz- und Telekomtiteln deutlich schwächer, auch wenn der Index zur Mittagszeit einen Teil der Verluste aufholen konnte. Händler erklärten, vor allem die aktuellen Finanzprobleme in Argentinien sorgten für Nervosität unter den Anlegern. Dazu seien noch eine Reihe negativer Firmennachrichten gekommen. Der FTSE-100-Index tendierte zur Handelsmitte um 1,62 Prozent schwächer mit 5 003,6 Punkten. Banken machten dabei einen guten Teil der Indexverluste aus: HSBC verloren über 3 % auf 743 Pence und Royal Bank of Scottland fielen um 2,3 % auf 1627 Pence. Auch Telekomtitel wie Vodafone British Telecommunications gaben mit jeweils über 3 % deutlich an Boden preis.

PARIS - An der Pariser Börse schwächte sich der CAC-40-Index um 2,48 % auf 4 274,71 Zähler ab. Die Stimmung sei vor allem durch die Gewinnmitnahmen bei Technologieaktien belastet worden, hiess es. Alcatel verloren bis zum Mittag 6,5 % auf 15,60 Euro und führten damit die Verliererliste an. Das Telekomunternehmen wird am Mittwoch seine Quartalszahlen präsentieren. "Der Markt erwartet nichts Gutes", sagte ein Händler. Vivendi Universal, die ebenfalls ihr Betriebsergebnis und die Prognosen für 2002 vorstellen werden, fielen rund 2 % auf 49,08 Euro. STMicroelectronics , Cap Gemini und Lagardere sackten alle über 5 % ab. In negatives Terrain rutschen auch die Aktien des Einzelhändlers Pinault Printemps Redoute. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, es werde eine Wandelanleihe im Wert von 1,2 Mill. Euro herausgeben. Auch Automobilwerte wie Renault tendierten schwächer.

ZÜRICH - Die Schweizer Aktien haben am Dienstag im Einklang mit anderen Börsen auf breiter Front nachgegeben. Händler verwiesen auf die allgemeine unsichere politische und wirtschaftliche Situation, die die Investoren zu Abgaben veranlasse. Die Umsätze seien aber nicht sehr gross. Dazu komme die Serie an Spezialsituationen im Markt. Dazu gehörten vor allem Sulzer Medica und Serono . Am Nachmittag könnte die Veröffentlichung des US-Konsumentenvertrauens dem Markt noch Impulse geben. Der SMI Index der Standardwerte notierte um 1,68 % tiefer auf 6 037 Punkten.

AMSTERDAM - Der AEX-Index sackte zur Handelsmitte über 8 % auf 456,27 Punkte ab. Auch hier hätten vor allem die Verluste in Technologie-,Telekom - und Finanzwerten den Index geschwächt, hiess es. KPN Telecom bauten dabei die Abgaben vom Morgenhandel weiter aus und sackten über 10 % auf 3,90 Euro ab. Händler sahen die Abgaben im Zusammenhang mit den Entlassungsplänen, die die Firma teuer zu stehen kommen könnten.

MAILAND - Markante Verluste bei Telekomtiteln wie Olivetti liessen die Mailänder Börse im Gleichschritt mit den anderen europäischen Märkten zum Mittag schwächer tendieren. Der Mib30-Index gab 2,7 % auf 30 484 Zähler nach. Olivetti fielen um 6,1 % auf 1 2850 Euro. Händler führten diese Verluste auch auf den näherkommenden Termin der geplanten Kapitalerhöhung im Wert von 4 Mrd. Euro zurück. Telekom Italia verloren 3,19 % auf 9,1 Euro. Auch Banken wie Bipop oder IntesaBCI gaben deutlich an Boden preis.

MADRID - Die Madrider Börse verharrte zur Tagesmitte ebenfalls in der Verlustzone. Der Ibex-Index notierte fast 3 % tiefer mit 7 564,9 Zählern. Die fast neunprozentigen Abgaben im argentinischen Merval-Index erhöhte Händlern zufolge den Abgabedruck bei spanischen Banken und auch bei Telefonica .

STOCKHOLM - Der OMX-Index verlor zum Mittag 3,24 % auf 733,36 Punkte. Die Verliererliste wurde unter anderem von Nordea angeführt. Relativ unverändert tendierten nach der Präsentation ihrer Quartalszahlen Assidomän .

WIEN - Der ATX-Index bewegte sich zum Mittag ebenfalls in der Verlustzone. Der Index gab rund 1 % auf 1 007,82 Zähler nach. Gegen den Trend bewegten sich jedoch einmal mehr Cybertron , die 4,4 % auf 4,37 Euro zulegten. Die meisten anderen Standardwerte wie Verbund lagen deutlich im Minus.

BRÜSSEL - Der Bel-20-Index fiel zum Mittag 1,72 % auf 2 571,68 Punkte. Fortis verloren 1,58 % auf 26,19 Euro, Interbrew beendeten ihre dreitägige Gewinnserie und fielen um 3,16 % auf 27,60 Euro.

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