Technologie- und Telekomaktien unter Druck
Europäische Börsen zeigen leichtere Schlusskurse

Die europäischen Börsen haben am Mittwoch mehrheitlich in der Verlustzone geschlossen. Insbesondere Technologie- und Telekomaktien gerieten nach einem schwachen Auftakt der US-Technologiebörse Nasdaq deutlich unter Druck und belasteten die Märkte. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, die den US-Index nach seinem jüngsten Anstieg belasteten.

Reuters. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte am Abend mit 0,9 Prozent im Minus bei 4 338 Zählern, der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) gab um 0,9 Prozent auf 4 538 Punkte nach. Die US-Börsen notierten zur selben Zeit ebenfalls in der Verlustzone. Während die Technologiebörse Nasdaq um zwei Prozent auf 2 267 Zählern nachgab, verlor der Industriewerte-Index Dow Jones 1,1 Prozent auf 11 135 Punkte.

LONDON - Schließt schwächer - Telekom-Werte belasten

Die Londoner Börse hat belastet von Kursverlusten bei Telekom - und Technologiewerten ihre sechstägige Aufwärtsbewegung beendet und schwächer geschlossen. Der FTSE-Index ging mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 5 897 Punkten aus dem Handel. Insbesondere die Indexschwergewichte Vodafone und British Telecom belasteten mit Abschlägen von bis zu mehr als vier Prozent den Gesamtmarkt. Die Aktien des IT-Dienstleistungskonzern CMG gaben um 5,6 Prozent nach, die des Chipherstellers ARM Holdings fielen um knapp sechs Prozent.

ZÜRICH - Schließt wenig verändert

Die Schweizer Börse hat die am Mittwoch auf 14.00 Uhr verkürzte Handelssitzung wenig verändert beendet. Händler sprachen von einem erwartungsgemäß ruhigen und auch lustlosen Geschäft mit moderaten Umsätzen. Der Blue-Chip-Index SMI schloss um 0,08 Prozent schwächer bei 7 699 Zählern. Über weite Strecken gehörten Swatch zu den wenigen Werten, die mehr als ein Prozent gewannen. Die Aktien profitierten von Empfehlungen von UBS Warburg und Merrill Lynch, die die Kursziele auf 2 500 beziehungsweise 2 300 sfr erhöhten. Swatch gewannen 0,3 Prozent auf 2 095 sfr.

PARIS - Schließt im Minus - Alcatel unter Druck

An der französischen Börse haben die Aktienwerte den Handelstag schwächer beendet, wobei insbesondere die Aktien von Alcatel mit Kursverlusten von mehr als fünf Prozent hervor ragten. Investoren hätten sich von der vielfach erwarteten Fusion mit dem US-Konkurrenten Lucent wenig begeistert gezeigt, sagten Händler. Alcatel-Papiere büßten 5,3 Prozent auf 34,25 Euro ein. Unter Druck gerieten auch die Aktien des Chipherstellers STMicroelectronics. Die Papiere gaben um 2,7 Prozent auf 46,85 Euro nach. Der CAC 40-Index verlor 1,1 Prozent auf 5 630 Punkte.

MAILAND - Schwächer - Montedison unter Druck

Die italienischen Aktienwerte haben dem europäischen Trend folgend Verluste verbucht. Der Mib 30-Index schloss um 0,5 Prozent schwächer bei 39 791 Punkten. Die Aktien von Montedison gaben um 4,7 Prozent auf 2,921 Euro nach, nachdem Electricite de France bestätigt hatte, 20 Prozent an dem italienischen Unternehmen zu halten. Die italienische Regierung hatte angekündigt, eine Investition des französischen Energiekonzerns von einer Milliarde Euro in Montedison zu verhindern, damit die staatliche Electricite de France keine Kontrolle über Italiens größten privaten Versorger erlange. Telekomwerte gaben ebenfalls nach, wobei die Kursverluste moderater ausfielen als bei den Aktien europäischer Konkurrenten. Telecom Italia, Oliveti und Telecom Italia Mobile gaben jeweils um rund ein Prozent nach.

MADRID - Schließt nahezu unverändert - Inditex steigt

Die Börse in Madrid hat den Handelstag nahezu unverändert gegenüber dem Vortagesschluss beendet. Kursverluste bei Index-Schwergewicht Telefonica machten Kursgewinne bei dem Modekonzern Inditex wett. Telefonica-Aktien gaben um rund ein Prozent nach, was Händler mit den Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftskrise in Argentinien begründeten. Börsendebütant Inditex schloss bei 18 Euro und damit 22,5 Prozent über seinem Ausgabepreis von 14,70 Euro. Der Ibex schloss mit einem Plus von 0,06 Prozent bei 9 632 Zählern.

AMSTERDAM - AEX fällt unter 600-Punkte-Marke

Die niederländischen Aktienwerte haben mit Verlusten geschlossen und den AEX-Index unter die Marke von 600 Punkten gedrückt. Das Börsenbarometer gab um rund ein Prozent auf 597,80 Punkte nach. Insbesondere Technologie- und Telekomtitel gerieten im Sog einer schwachen Nasdaq unter Druck. Die Aktien des Elektronikkonzerns Philips fielen um fünf Prozent auf 36,10 Euro. Die Titel des Zulieferers für Chiphersteller ASM Lithography gaben um 5,7 Prozent auf 30,09 Euro nach.

WIEN - ATX fällt unter 1200-Punkte-Marke

Die österreichischen Aktienwerte sind schwächer aus der Handelssitzung gegangen. Händler sagten, die zu Wochenbeginn bekannt gegebenen Umschichtungen in den MSCI-Indizes hätten am Mittwoch ihre Wirkung gezeigt. Vor allem Austrian Airlines sowie Generali Holding standen unter Druck, da diese beiden Titel aus dem MSCI-Austria-Index fallen werden. Austrian Airlines verloren knapp fünf Prozent auf 10,91 Euro, die Aktien von Generali Holding gaben um 3,2 Prozent auf 181,10 Euro nach. Der ATX-Index schloss knapp ein Prozent schwächer bei 1 197 Zählern.

BRÜSSEL - Fester mit Zuschlägen bei KBC

Die belgischen Aktienwerte haben den Handelstag fester beendet, wobei Kursgewinne bei den Aktien der Bank KBC im Vordergrund standen. Die Papiere stiegen um mehr als sechs Prozent, nachdem das Bankhaus im Rahmen der Erwartungen liegende Quartalszahlen vorgelegt hatte. Die Aktie profitierte Händlern zufolge von der Umschichtung der MSCI-Indizes am vergangenen Wochenende. Investoren hätten sich allerding bis zur Bekanntgabe der Quartalszahlen zurück gehalten, hieß es. Der Bel 20-Index schloss um 0,4 Prozent fester bei 2 802 Punkten.

STOCKHOLM - Telekom - und Technologieschwäche belastet

Die Stockholmer Börse hat unter Führung von Telekom - und Technologiewerten im Minus geschlossen. Der Blue-Chip-Index OMX gab um 1,6 Prozent auf 959 Zähler nach. Insbesondere Kursverluste bei den Schwergewichten Nokia und Ericsson lasteten auf dem Gesamtmarkt. Nokia-Aktien fielen um 2,9 Prozent, die Anteilsscheine von Ericsson gaben um 3,3 Prozent nach.

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