Technologie-Werte stützt die Futures: Optimismus an der Wall Street

Technologie-Werte stützt die Futures
Optimismus an der Wall Street

Die Euphorie ist gewichen? Von wegen. Nach nur zwei schwachen Tagen deuten die Futures zur Wochenmitte erneut auf einen Handel mit guten Gewinnen. Vorbörslich stehen Dow und Nasdaq mit etwa 25 Punkten im Plus, der breit gefächerte S&P 500 legt mehr als drei Zähler zu.

WSC NEW YORK. Und wieder sind es Unternehmen der Tech-Branche, die sich optimistisch über ihre Zukunft und die des Marktes äußern. Allen voran Cisco . Der Netzwerkriese, einer der Big Caps an der Nasdaq, sieht die Aussichten für die Hightech Industrie zwar noch verschwommen: Doch die Bestellungen seien im Dezember zumindest nicht mehr zurückgegangen, erklärte CEO John Chambers bei der Tech-Konferenz von Salomon Smith Barney in Arizona. Für die beiden nächsten Quartale gab er keine Ertragsprognosen. Chambers rechnet aber mit einer "dramatischen Ausweitung" der Marktanteile. Das Papier von Cisco ist am Mittwochmorgen meistgehandelte Aktie und legt 1,7 Prozent zu.

Für die Aktie des Software-Biggies Oracle geht es 4,1 Prozent nach oben. Finanzchef Jeff Henley sagte am Dienstagabend, das Unternehmen sei auf bestem Wege. "Wir sind optimistisch. Wir haben definitiv das Schlimmste überstanden und unsere Lage wird sich wieder verbessern", sagte er auf einer Internet- und Software-Konferenz von Morgan Stanley in Phoenix. Die Analysten von Thomas Weisel stufen Oracle auf "kaufen" auf.

Ein Upgrade der ABN Amro auf "zukaufen" gibt es am Morgen für SAP . Der deutsche Software-Spezialist sieht ebenfalls einen nahen Aufschwung und hat die Umsatzprognosen nach oben korrigiert.

Etwas Kraft steckt am frühen Morgen auch in den Finanztiteln. Die Citigroup , größter Verlierer im Dow Jones gestern, legt ein Prozent zu, nachdem das Unternehmen sich von negativen Kommentaren von Merrill Lynch vom Vortag distanziert. Die Analysten hatten gewarnt, die Instabilität in der argentinischen Wirtschaft würden die zweitgrößte US-Bank stark belasten, da diese Kredite in Milliardenhöhe in dem südamerikanischen Land laufen habe. Ein Sprecher der Citigroup hält das für übertrieben, und auch die Analysten von Lehman Brothers halten an ihrer Empfehlung "aggressiv kaufen" fest. Sie geben der Aktie ein Kursziel von 70 Dollar.

Das Brokerhaus Merrill Lynch könnte zur Wochenmitte den Finanzsektor belasten. Das Unternehmen hat angekündigt, 22 Prozent der Belegschaft (9 000 Mitarbeiter) zu entlassen. Was vor wenigen Monaten noch für Kurssprünge gesorgt hätte, lesen Investoren jetzt als ein Zeichen der Schwäche und mangelnden Optimismus. Die Aktie von Merrill Lynch verliert vorbörslich etwa ein Prozent.

Optimismus kommt am Mittwochmorgen auch aus dem Einzelhandel. Coach, Hersteller von teuren Handtaschen und ähnlichen Luxus-Accesoires, hat in einem ansonsten schwachen Weihnachtsgeschäft gute Umsätze erzielt und sieht sich "on track", was die Quartalsergebnisse angeht. Am Dienstag hatte schon der Luxus-Juwelier Tiffany die Investoren mit guten Nachrichten überrascht. Coach legt vorbörslich zwei Prozent zu.

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