Technologieaktien litten unter dem deutlichen Kursrückgang des führenden Chiphersteller Intel an der New Yorker Börse.
Europäische Börsen folgen uneinheitlicher US-Vorgabe

Hoher Ölpreis verhilft den Titeln im Energiesektor zu Kursgewinnen.

Reuters FRANKFURT. Die europäischen Börsen sind am Mittwoch den uneinheitlichen Vorgaben der New Yorker Leitbörse gefolgt. Das Bild an den Märkten sei sehr gemischt, sagten Händler. Während Aktien des TMT-Sektors (Telekom, Medien und Technologie) an den meisten europäischen Börsen von Gewinnmitnahmen und der schwachen Nasdaq-Vorlage belastet waren, verhalf der hohe Ölpreis den Titeln im Energiesektor zu Kursgewinnen. Technologieaktien litten Händlern zufolge unter dem deutlichen Kursrückgang des führenden Chiphersteller Intel an der New Yorker Börse. Analysten hatten einen Rückgang der Verkaufszahlen bei Intel in Aussicht gestellt. An der Londoner Börse sorgte der Beginn der geldpolitischen Gespräche der Londoner Notenbank für Zurückhaltung. Von der für Donnerstag erwarteten Zinsentscheidung erwartet die Mehrzahl der befragten Volkswirte zwar keine Veränderung, ein paar Experten rechnen allerdings doch mit einer Erhöhung der Zinsen.

Die Vorgaben der Wall Street waren ohne einheitliche Tendenz gewesen. Der Dow-Jones-Index der 30 führenden Standardwerte hatte mit einem Plus von 0,19 % bei 11 260,61 Punkten geschlossen, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index ein Minus von 2,15 % bei einem Stand von 4 143,18 Punkten vorlegte.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz stieg bis gegen 12.30 Uhr MESZ um 0,1 % auf 5 141 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) lag unverändert bei 5 326,5 Punkten.



London - Vorsichtiger Handel

Vorsicht war oberstes Gebot bei Anlegern an der Londoner Börse. Der FTSE-100-Index verlor bei mäßigen Umsätzen 0,2 % auf 6 737 Punkte. Grund für das zurückhaltende Agieren seien unter anderem aufkeimende Zinssorgen. Der TMT-Sektor zeigte sich teilweise von Gewinnmitnahmen belastet. Marktschwergewicht Vodafone verloren rund 0,2 % auf 293 Pence. Kräftige Verluste verzeichneten Papiere von Bookham Technologies, die um rund vier Prozent auf 4 105 Pence fielen. Das Unternehmen hatte zuvor Details zu einem geplanten Aktienangebot bekannt gegeben.



Zürich - ZFS-Aktien im Fokus

An der Schweizer Börse drehte der SMI-Index nach freundlicher Eröffnung mit 0,07 % bei 8 163 Punkten ins Minus. Unter den Erwartungen der Experten lag das Ergebnis von Zurich Financial Services (ZFS). Die Enttäuschung machte sich unmittelbar am Aktienkurs des Unternehmens bemerkbar, der um rund drei Prozent auf 844 Franken fiel. Aktien von Nestle und Roche notierten mit Aufschlägen, und machten Verluste von Gewinnmitnahmen zum Wochenauftakt wieder wett. Novartis gaben dagegen nochmals um 0,15 % nach.



Paris - CAC-Index schwächer

Der Pariser CAC-Index hat nach seinem Rekordlauf vom Wochenauftakt wiederum eine Atempause eingelegt. Der Index für die 40 größten Unternehmen fiel um 0,2 % auf 6 839 Punkte. Kräftige Kursgewinne gab es bei Moulinex-Aktien, die um rund 18 % auf 5,2 Euro schossen. Hintergrund war Händlern zufolge ein Zeitungsinterview mit dem El.Fi-Chef, in dem die geplante Fusion zwischen Moulinex und Brandt termingerecht für Mitte Oktober bestätigt wurde. Brandt ist ein Teil des italienischen El-Fi-Konzerns. Größter Verlierer waren die Aktien von Bank Credit Lyonnais, die über fünf Prozent abgaben. Zeitungen hatten berichtet, die Aktionärsstruktur der Bank mache eine baldige Übernahme unwahrscheinlich. Jetzt komme die Korrektur des auf Übernahmespekulationen basierenden Kurssprunges vom Juli, sagten Analysten.



Mailand - Mib30-Index höher

Der Mib30-Index der Mailänder Börse verbesserte sich gegen Mittag um 0,18 % auf 48 496 Zähler. Händler sprachen von einer gemischten Tendenz. Größter Kursgewinner waren Titel des Versicherers RAS, die rund sieben Prozent auf 14,5 Euro zulegten. Hintergrund waren neuerliche Spekulationen um einen möglicherweise von Mutterkonzern Allianz geplanten Kauf aller noch fehlenden Anteile, und einer klareren Asset Management Strategie, sagten Händler. Ebenfalls fester notierten Mediolanum-Titel, die um 2,7 % auf 19,24 Euro kletterten. Bei Telecom Italia hingegen kam es zu Abschlägen. Die Titel verloren 0,7 % auf 14,28 Euro.

Madrid - Ibex-Index im Plus

Bei unsicherer Stimmung hat der Ibex-Index im Madrider Aktienhandel um 0,3 % auf 11 223 Punkte zugelegt. Händler erwarten keine großen Bewegungen vor der US-Eröffnung. Telefonica legten um 0,3 % auf 23,83 Euro zu. Titel der spanischen Großbank Banco Santander Central Hispano (BSCH) stiegen um 0,4 % auf 11,97 Euro. Tagesgewinner waren Aktien von Fast-Food-Firma Telepizza, die nach Bekanntgabe ihrer Expansionspläne um rund zwei Prozent anzogen.

Amsterdam - AEX-Index kaum verändert

An der Amsterdamer Börse notierte der AEX-Index bis gegen Mittag kaum verändert um 0,02 % leichter bei 698,1 Punkten. Chiphersteller ASM Lithography gaben rund zwei Prozent auf 46,40 Euro ab. Größter prozentualer Verlierer waren die Aktien des Verlagshauses VNU, die rund drei Prozent auf Euro fielen. VNU hatte zuvor angekündigt zur Finanzierung des geplanten Kaufs von US-Unternehmen Miller Freeman neue Aktien ausgeben zu wollen. Titel von Ölgigant Royal Dutch stiegen um 1,2 % auf 70,55 Euro.



Wien - ATX-Index verhalten

An der Wiener Börse präsentierte sich der ATX-Index verhalten. Das Börsenbarometer stand gegen Mittag um 0,25 % höher bei 1 183 Punkten. Händler erwarten einen seitwärts gerichteten bis leicht freundlichen Verlauf. Im Mittelpunkt stünden erneut Bank Austria und CyberTron. Cybertron-Aktien legten um rund drei Prozent auf 26 Euro zu, Bank Austria-Aktien gewannen 0,7 %.



Brüssel - BEL20-Index flach

Bei mageren Umsätzen hat der Bel20-Index in Brüssel bis gegen Mittag um 0,03 % höher auf 3 103 Punkten notiert. Titel von Indexschwergewicht Fortis B verloren 0,2 % auf 33,70 Euro, während Aktien von KBC Bancassurance um 0,3 % zulegten. Energietitel Electrabel verbesserten sich um 0,4 %.



Stockholm - OMX-Index schwächer

Die Stockholmer Börse hat schwächer tendiert. Der OMX-Index notierte gegen Mittag bei einem Minus von 0,15 % bei 1 370 Punkten. Index-Schwergewicht Ericsson verlor eine Krone auf 195,50 skr, der finnische Rivale Nokia gab sechs skr auf 430 skr ab. Aktien von Börsenbetreiber OM Gruppen, die ein Übernahmeangebot für die Londoner Börse abgegeben haben, fielen um 23 Kronen auf 467 skr.

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