Technologieaktien unter Druck
Panik am Neuen Markt

Die Hoffnung ist das, was zuletzt stirbt. Doch diesem Punkt kommen die Anleger am Neuen Markt zurzeit jeden Tag ein Stück näher. Unterstützungslinien fallen wie die Blätter im Herbst, die Panik wird tagtäglich größer. Dabei sind es nicht die Privatanleger, die die Kurse in den Keller prügeln. Dafür sind die gehandelten Volumina zu groß. Vielmehr scheinen immer mehr Institutionelle kalte Füße zu bekommen. Die Gründe dafür sind nicht zwingend rational. Wer auf diesem Niveau verkauft, handelt in Panik. Zumal der Wertschwund zunehmend auch Papiere von Unternehmen trifft, die bislang in ihrer Geschäftspolitik überzeugt haben.

Dabei zeigen die Indizes die Dimension des Verlustes nur abstrakt. Greifbarer wird er bei der Betrachtung der Marktkapitalisierung, also des Wertes, den die Anleger den am Neuen Markt notierten Unternehmen zubilligen. Sie lag im März bei rund 240 Unternehmen auf einem Niveau von 234 Milliarden Euro, heute werden die 333 notierten Firmen gerade einmal noch mit gut der Hälfte bewertet.

Dieser Vergleich zeigt vor allem eines: Der Neue Markt neigt zu Übertreibungen. Denn solche Differenzen sind mit fundamentalen Veränderungen nicht zu erklären. Daraus als Privatanleger den Schluss zu ziehen, dass man den Strategiespielen der Institutionellen ausgeliefert ist, liegt nahe. Einziger Trost: Langfristig wollen auch diese wieder eine gute Performance ausweisen.

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