Technologiekonzern erwartet schwächeren Umsatz
Motorola streicht weitere 9400 Arbeitsplätze

Der US-Technologiekonzern Motorola wird weitere 9 400 Arbeitsplätze streichen. Das entspricht 8 % seiner Stellen. Es wird erwartet, dass der Konzern weitere Fabriken schließt. Außerdem rechnet das Unternehmen 2002 mit 10 % weniger Umsatz als in diesem Jahr.

HB NEW YORK. Nach dem geplanten Abbau wird das der weltweit zweitgrößte Handyhersteller Ende 2002 nur noch 107 000 Mitarbeiter beschäftigen, im August diesen Jahres waren es noch 150 000. Durch den Stellenabbau und die Schließung von Halbleiter-Werken will das Unternehmen 865 Mill. $ im Jahr 2002 und 1,1 Mrd. $ jährlich in den Jahren danach sparen.

4 000 der 9 400 Stellenstreichungen sind im Halbleiterbereich geplant und werden über die kommenden zwölf Monate durchgeführt. Weitere 4 100 Streichungen betreffen nach Angaben von Motorola alle Geschäftsbereiche, Positionen und Regionen, in denen das Unternehmen aktiv ist. Auch Angestellte der Zentrale seien davon betroffen. Diese Mitarbeiter seien zum Teil bereits seit Oktober benachrichtigt worden. Die übrigen 1 300 Arbeitsplätze werden im Ausrüstungsbereich abgebaut. Ein Sprecher von Motorola wollte keine genauen Angaben machen, wie viele der Entlassungen Europa betreffen werden. Nach Aussage von Motorola-Deutschland ist das Handywerk in Flensburg nicht betroffen.

Der Stellenabbau sei nötig, um im kommenden Jahr wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. An diesem Ziel hält Motorola, das seit eineinhalb Jahren Verluste vorlegt, weiterhin fest. Motorola hat in den vergangenen Jahren erhebliche Marktanteile an Konkurrenten wie Nokia verloren.

Für das laufende vierte Quartal rechnet Motorola weiterhin damit, dass der Verlust bei 4 bis 5 Cents pro Aktie liegen wird. Für das erste Quartal im kommenden Jahr prognostizierte Motorola hingegen Zahlen, die die Erwartungen der Analysten enttäuschen werden. Statt der erwarteten 3 Cents Verlust pro Aktie, wird das Unternehmen 11 bis 14 Cents verlieren. Auch im zweiten Jahr werde das Unternehmen noch rote Zahlen schreiben.

Für das gesamte kommende Jahr sagt Motorola einen Gewinn vor Sonderposten von 15 Cents pro Aktie voraus. Doch Analysten bleiben nach dem schwachen Ausblick für das kommende Jahr skeptisch, ob Motorola sein Ziel erreichen wird. Der Aktienkurs brach zum Börsenbeginn um mehr als 4 % ein.

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