Technologiekonzern nutzt ausgebildete Fachkräfte und Kostenvorteile
Motorola verlegt Entwicklung nach Indien und China

Motorola schließt seine Entwicklungszentren in Singapur und Taiwan. Der weltweit zweitgrößte Handyhersteller will die Arbeit nach China und Indien verlagern, wo die Lohnkosten geringer sind.

Bloomberg SINGAPUR. Chiphersteller wie Texas Instruments und Intel haben ihre größten Entwicklungszentren außerhalb der USA in Indien. Dort kommen jährlich etwa 130 000 Englisch sprechende Absolventen von den 250 Fachhochschulen auf den Arbeitsmarkt. Motorola hat im vergangenen Jahr für 100 Mill. $ (80,8 Mill. Euro) ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Peking errichtet, und auch im chinesischen Suzhou steht ein Chip-Entwicklungszentrum des US-Konzerns.

"Wir haben bereits angekündigt, dass ein Teil unserer Entwicklungsarbeit konsolidiert werden soll", sagt ein Motorola-Sprecher. "Diese Arbeit geht jetzt nach Hongkong, Australien, Indien und China." Abgesehen davon, dass in den Ländern ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen, spielen auch die Kosten eine Rolle. So erhält ein Mitarbeiter im indischen Bangalore ein Anfangsgehalt von 8000 Dollar jährlich, verglichen mit 50.000 Dollar im amerikanischen Silicon Valley, erklärt Ashok Kumar, Direktor der indischen Sparte von National Semiconductor Corp.

Wegen der niedrigen Arbeitskosten investieren immer mehr Unternehmen in den Niedriglohnländern. STMicroelectronics, Europas größter Chiphersteller, hatte letzten Monat erklärt, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre zwei weitere Entwicklungszentren in Indien für 100 Mill. $ errichtet werden. Intel, der weltgrößte Chiphersteller, kündigte im August an, dass in China eine zweite Fabrik für 375 Mill. $ entstehen soll, um Halbleiter zusammenzubauen und zu testen.

Quelle: Handelsblatt Nr. 049 vom 10.03.04 Seite 15

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