Technologiesektor gewinnt
Wall Street: Märkte eröffnen im Plus

Der Dow Jones Index verzeichnet einen Gewinn von 86 Punkten oder gut einem Prozent und notiert bei 8765 Punkten. Der technologie-lastige Nasdaq Index legt 27 Punkte oder 1,8 Prozent zu und steht auf 1487 Punkten.

Zahlreiche Investoren hatten das niedrige Kursniveau genutzt, um ihre Portfolios auszubalancieren, die nach den Massenverkäufen der letzten Wochen zu fondlastig geworden waren. Im Tagesverlauf ist mit weiteren Kursanstiegen zu rechnen, mit denen die Fondsmanager üblicherweise ihre Quartalsergebnisse aufpolieren.

Auch eine Umfrage der US-Vereinigung der Privatinvestoren macht Hoffnung auf weitere Kursgewinne: In der Woche zum 26. September, so die Umfrage, habe der Prozentsatz der Optimisten unter den Händlern deutlich zugenommen. Im Vergleich zur Vorwoche ist der Prozentsatz der Bullen von 31,08 auf 51,11 Prozent gestiegen. Der Prozentsatz der Bären, die mit einer anhaltend schwachen Börse rechnen, ist von 44,59 auf 22,22 Prozent gesunken. Der Anteil der Investoren die sich zur Zeit "neutral" äußern, ist von 24,32 auf 26,67 Prozent gestiegen.

Cisco, Dell, Oracle und Sun legen zu

Im frühen Handel gewinnen die Papiere des Technologiesektors. Cisco, Dell, Oracle und Sun legen zu. Mit Ausnahme von Ciena können auch die zuletzt schwachen Aktien des Netzwerksektors Gewinne verbuchen: JDS Uniphase und Juniper Networks notieren im grünen Terrain. Die Aktie von Microsoft bricht im frühen Handel um fast zwei Prozent ein, nachdem die Analysten von Merrill Lynch die Gewinnerwartungen für das im September endende Quartal und das Jahr 2002 gesenkt hat. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten die Experten einen Umsatz von nur noch 28,2 Milliarden Dollar statt den bisher geschätzten 29,2 Milliarden. Die Gewinnerwartungen pro Papier senkt Merrill Lynch von 1,94 Dollar auf 1,87 Dollar.

Federn lassen muss der Bekleidungssektor. Nachdem die Analysten von Lehman Brothers und Credit Suisse First Boston die Aktien der meisten Modeketten abgestuft haben, geben die Papiere nach. Größter Verlierer am Morgen ist Nautica, das Papier verliert über acht Prozent. Liz Claiborn und Jones Apparel, zu denen unter anderem die Marke Ralph Lauren gehört, geben über zwei Prozent ab. Tommy Hilfiger und Reebok notieren etwa ein Prozent im roten Bereich. Die Analysten sehen in den großen Ketten nur noch "Marktperformer", zuvor hatten sie für Liz Claiborn und Jones Apparel zu "aggressiv kaufen" geraten, für Nautica und Tommy Hilfiger zu "kaufen".

Großes Interesse zeigen die Händler am Morgen an Ölwerten. Branchenprimus Chevron legt 2,3 Prozent an Wert zu, Smith International und Schlumberger gewinnen jeweils über ein Prozent.

Banken notieren gegen Analystenmeinungen im grünen Bereich

Gegen alle Analystenerwartungen notieren am Freitagmorgen auch die Banken im grünen Bereich. Nachdem Cullen Frost bekannt gegeben hatte, seine Quartalserwartungen nicht erfüllen zu können, und die Bank ein Downgrade von JP Morgan einstecken musste, hatten Händler mit negativen Auswirkungen für den gesamten Sektor gerechnet. Dennoch notieren sowohl Bank of America, Citigroup als auch J.P. Morgan Chase zur Zeit positiv. Die Aktie von Cullen Frost wurde bislang indes nicht gehandelt.

Die Nasdaq gab am Morgen bekannt, dass der Biotech-Wert Gilead das bankrott-gefährdete Web-Hosting-Unternehmen Exodus im Nasdaq 100 Index ersetzen wird. Die Aktie von Gilead legt im frühen Handel fast zwei Prozent zu.

Ein Gerücht, das am Donnerstagabend aufkam, macht auch zum Wochenausklang auf dem Parkett die Runde: Nach bislang unbestätigten Meldungen sollen die Telefongesellschaften AT&T und BellSouth vor einen Zusammenschluss stehen. Das behauptet ein Artikel der am achten Oktober in der Zeitschrift BusinessWeek erscheinen wird. Nach den Informationen von BusinessWeek hat AT&T Vorstand Michael Armstrong einen so genannten "Merger of equals" - zu deutsch "Zusammenschluss gleichberechtigter Partner" - vorgeschlagen, über den unter dem Decknamen "Brazil" verhandelt werden soll. Wie die BusinessWeek weiter berichtet, soll der Zusammenschluss bis Ende Oktober abgeschlossen sein. AT&T legt fast zwei Prozent zu, das Papier von Bell South verliert hingegen leicht.

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