Technologietitel durch Gewinnmitnahmen schwächer
Dax im Minus

An der Frankfurter Wertpapierbörse haben Gewinnmitnahmen bei den Technologietiteln den Dax am Freitagnachmittag in der Verlustzone gehalten. Die wichtigsten deutschen Aktienindizes erholten sich jedoch im Handelsverlauf von ihren Tagestiefstständen.

dpa/rtr FRANKFURT/MAIN. Am Morgen hatten die Ausblicke der skandinavischen Mobilfunkriesen Nokia und Ericsson für die nächsten Quartale die Stimmung etwas eingetrübt.

Bei geringen Umsätzen stand der Deutsche Aktienindex Dax nur noch mit 0,49 % auf 6 151 Punkten im Minus. Am Neuen Markt fiel der Nemax 50 zuletzt um 2,13 % auf 1 673 Punkte. Der MDax, der die 70 mittelgroßen Standardwerte umfasst, fiel um 0,66 % auf 4 579 Punkte.

Händlern zufolge dämpft die weiterhin hohe Teuerungsrate die aufgekommene Fantasie auf eine Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank in der kommenden Woche. Am Mittwoch hatte die US- Notenbank Federal Reserve mit ihrer überraschenden Leitzinssenkung um 0,50 %punkte - die vierte in diesem Jahr - für ein Kursfeuerwerk an den internationalen Börsen gesorgt. Zum Wochenschluss blieben jedoch Anschlusskäufe aus.

Zinssenkung beflügelt

Neben Umschichtungen von Technologie- in Automobilaktien scheint Experten zufolge auch die Zinssenkung der US-Notenbank die Fantasie in den Werten zu beflügeln. BMW stiegen um 2,19 % auf 38,22 Euro, während Volkswagen sich um 1,86 % auf 54,70 Euro verteuerten. Die Papiere von Daimler-Chrysler zogen 2,20 % auf 55,70 Euro an. Nach der Kursrallye vom Vortag verbuchten SAP -Aktien am Freitag Verluste. Die Aktie des Software-Unternehmens fiel um 2,19 % auf 165,11 Euro.

Der US-Autohersteller General Motors Corp. hatte am Mittwoch einen Rückgang des Ergebnisses im ersten Quartal von 88 % bekannt gegeben, übertraf damit aber die Erwartungen von Marktexperten. Ford Motor Co. hatte am Donnerstag einen Rückgang seines Ergebnisses im ersten Quartal von 41 % mitgeteilt. Die Daten lagen am oberen Ende von Analystenerwartungen. Analysten sagten, die besser als erwartet ausgefallenen Bilanzdaten der US-Konkurrenten beflügelten die deutschen Autowerte.

Sektorumschichtungen helfen den Autowerten

Aktienhändler führten zudem Sektorumschichtungen als Begründung für die Kurszuwächse an. Investoren zögen ihr angelegtes Kapital aus den Technologieaktien, die in jüngster Zeit stark zugelegt hatten, ab und stattdessen unterbewertete Werte der "Old Economy" kaufen. "Die Autowerte sind derzeit recht günstig - insbesondere Volkswagen und Daimler-Chrysler", sagte Oliver Hauer, Händler bei M.M. Warburg.

Thyssen-Krupp profitierten auch weiterhin mit einem Aufschlag von 1,97 % auf 17,61 Euro von einer Hochstufung des Titels durch die Analysten von Commerzbank Securities. Der zweitgrößte japanische Stahlproduzent NKK Corp erwägt nach eigenen Angaben, seinen Fusionspartner Kawasaki Steel Corp in die Verhandlungen über eine umfassende Allianz mit der Thyssen-Krupp AG einzubeziehen.

Der Deutsche Rentenmarkt zeigte sich fester. Der Richtung weisende zehnjährige Bund-Future stieg um 0,3 % auf 107,50 Zähler an, während der Rentenindex REX um 0,1 % fester bei 112,14 Punkten notierte. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Nachmittag bei 4,92 % (Donnerstag: 4,87) fest.

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